Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    „Tankrabatt darf nicht wieder zum Konzernrabatt werden“

    September 30, 2026

    Volksbank-Phishing: Gefälschte Mail droht mit Kontosperre

    September 29, 2026

    Alkoholfreier Wein: Wirklich ohne Alkohol?

    September 28, 2026

    Digitale Brieftasche „d-you“: Bundestag muss beim Schutz sensibler Daten nachbessern

    September 23, 2026

    Zuckersteuer darf kein Instrument zur Haushaltssanierung sein

    September 15, 2026
  • Nachrichten

    AfD und BSW Hand in Hand: Magdeburg erlebt eine Machtdemonstration

    Oktober 7, 2026

    Neuwahlen „keine Alternative“: Reiche nennt Kritik an ihrer Energiewende-Politik „Unsinn“

    Oktober 7, 2026

    Gebäude unbewohnbar: Acht Verletzte bei Hausexplosion in Hannover

    Oktober 7, 2026

    Anwälte fordern milderes Urteil: Christa Pike nach gescheiterter Hinrichtung wieder bei Bewusstsein

    Oktober 7, 2026

    Laborantin stirbt in Sibirien: Trump spricht nach russischem Lungenpest-Verdachtsfall mit Putin

    Oktober 7, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    „Du hast völlig recht“: Warum Chatbots so gern zustimmen

    Oktober 6, 2026

    Lungenpest-Tod in Russland bislang unbestätigt

    Oktober 6, 2026

    WhatsApp-Betrug mit PayPal-Freunde-Zahlungen

    Oktober 6, 2026

    Marseille: Bild von Flammenwerfer-Angriff ist nicht echt

    Oktober 6, 2026

    Klöckner warf Merz nicht aus dem Bundestag

    Oktober 6, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    Was bedeutet Neutralität in der Schule – und was nicht? | Bildung

    Juli 14, 2026

    Wodurch fühlen sich Jugendliche in ihrem Alltag besonders belastet? | Bildung

    Juli 3, 2026

    Kontra: Social Media und Jugendliche – warum ein Verbot zu kurz greift | Bildung

    Juni 17, 2026

    Pro: Warum wir ein Social Media Verbot für Kinder brauchen | Bildung

    Juni 17, 2026

    Social Media bis 16 Jahre verbieten? So sehen das Erwachsene | Bildung

    Juni 11, 2026
  • Politik

    Anna Politkowskaja: Die Journalistin, die zu mächtige Feinde hatte

    Oktober 7, 2026

    129 Tage in der Hand der Hamas: Das neue Leben des Luis Har

    Oktober 7, 2026

    UN-Menschenrechtsrat: Der Versuch, Menschenrechte vor KI zu schützen

    Oktober 7, 2026

    USA: Frau nach gescheiterter Hinrichtung wieder bei Bewusstsein

    Oktober 7, 2026

    Vorsitz des Parlamentarischen Kontrollgremiums Henrichmann im Interview

    Oktober 6, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Politik»129 Tage in der Hand der Hamas: Das neue Leben des Luis Har
Politik

129 Tage in der Hand der Hamas: Das neue Leben des Luis Har

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 7, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

Stand: 07.10.2026 • 03:01 Uhr

Am 7. Oktober 2023 wurde Luis Har von der Hamas verschleppt und 129 Tage später in einer dramatischen Aktion befreit. Drei Jahre danach kämpft er mit den Spuren des Traumas – und dem Schweigen in seiner Nachbarschaft.

Julio Segador

In einem kleinen, hellen Haus im Kibbuz Urim, nur wenige Kilometer vom Gazastreifen entfernt, steht eine Reihe von Fotos auf einer Kommode. Die Bilder erzählen von einer Rückkehr ins Leben. Eines zeigt den Innenraum eines Militärhubschraubers, ein anderes eine emotionale Umarmung im Krankenhaus. Es sind die Aufnahmen des Moments, in dem für Luis Har die Freiheit begann.

„Das hier sind die Hubschrauber, die mich gerettet, die uns herausgeholt haben“, sagt der 73-Jährige und greift nach einem der Rahmen. Es sei etwas Historisches. Doch hinter der Erleichterung, die auf den Fotos eingefroren ist, liegen Monate der permanenten Todesangst.

Überlebensstrategie: Routine gegen die Verzweiflung

Der gebürtige Argentinier war am 7. Oktober 2023 von Terroristen der Hamas aus Israel nach Gaza verschleppt worden. Gemeinsam mit vier Familienmitgliedern war er in einem abgedunkelten Raum in Rafah eingesperrt. Um in der Gefangenschaft psychisch nicht zu zerbrechen, entwickelten die Geiseln eine strikte, fast trotzige Routine.

„Ich versuchte, innerhalb der Gefangenschaft ein Leben so normal wie möglich zu führen“, erinnert sich Har. Jeden Morgen standen sie auf, falteten die Decken zusammen, er machte das Frühstück. Obwohl sie den ganzen Tag nichts zu tun hatten, hielten sie an einem Gedanken fest: „Wir wussten, dass wir hier rauskommen.“

Im Februar 2024 stürmten israelische Spezialkräfte das Versteck und befreiten die Gruppe in einer dramatischen Nachtaktion.

Wenn ein Motorrad den Körper erstarren lässt

Heute ist Luis Har ein freier Mann. Er hat ein Buch geschrieben, reist um die Welt, spricht vor Politikern und UN-Vertretern. Er funktioniert nach außen hin. Doch die Freiheit täuscht, denn die Spuren der 129 Tage in der Hand der Hamas haben sich tief in seinen Körper eingebrannt.

Das Trauma holt ihn im Alltag immer wieder unvermittelt ein. „Es passiert mir häufig, ohne Grund: Ich gehe die Straße entlang und plötzlich beginne ich zu weinen. Ein Wort, ein Geräusch“, schildert er die Panikattacken. Wenn ein Motorrad vorbeifahre, erstarre sein Körper. In diesen Momenten schließt er die Augen und sagt sich selbst: „Luis, du bist hier, du bist nicht dort.“

Für Har steht fest, dass sich diese Erfahrung nicht einfach abschütteln lässt: „Das Trauma tragen wir in uns. Man kann es nicht heilen, man kann es nicht entfernen. Wer sagt, ich habe es schon vergessen – das ist eine Lüge.“ Auch nach vielen Jahren könne der Schrecken jederzeit wieder hervorbrechen.

Verletzende Distanz im eigenen Kibbuz

Nach seinen großen Auftritten auf der Weltbühne kehrt Har stets zurück in sein kleines Haus nach Urim. Doch die ersehnte Normalität im eigenen heimatlichen Kibbuz hat für ihn einen bitteren Beigeschmack. Von den Menschen, mit denen er Tür an Tür lebt, vermisst er ein Signal der Anteilnahme.

Während er weltweit Anerkennung erfährt, herrscht in seiner unmittelbaren Nachbarschaft oft lähmendes Schweigen. Dahinter steckt bei den Mitmenschen – die durch die Ereignisse des 7. Oktobers oft selbst tief traumatisiert sind – meist die Sorge, alte Wunden wieder aufzureißen. Für Har fühlt es sich dennoch wie eine verletzende Distanz an: „Wie kann es sein, dass es ihnen egal ist, wie kann es sein, dass sie so tun, als wäre nichts passiert.“

Ein Überleben als Auftrag

Trotz dieser Enttäuschungen im eigenen Umfeld weigert sich der 73-Jährige, zu verbittern. Er begreift sein Überleben nicht als Zufall, sondern als eine Verpflichtung. Die Gefangenschaft hat ihn verändert, er sieht sich heute als eine andere Person.

Wenn er heute Menschen begegnet und sie umarmt, will er das weitergeben, was ihn in den dunkelsten Monaten seines Lebens gerettet hat: unerschütterliche Zuversicht. „Man hat mir nicht nur mein neues Leben gegeben“, sagt Har, „sondern mir die Mission übertragen, in der ganzen Welt die Hoffnung zu verbreiten – die Tikva, wie man bei uns sagt.“

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

Anna Politkowskaja: Die Journalistin, die zu mächtige Feinde hatte

Oktober 7, 2026

UN-Menschenrechtsrat: Der Versuch, Menschenrechte vor KI zu schützen

Oktober 7, 2026

USA: Frau nach gescheiterter Hinrichtung wieder bei Bewusstsein

Oktober 7, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

Gefälschter Tagesschau-Artikel über Eklat bei Maischberger

Juli 13, 2026127 Aufrufe

Gefälschte Doctolib-Mails fluten Postfächer: Erste-Hilfe-Set ist Fake

August 13, 202611 Aufrufe

Bücherexperiment in sozialen Medien und Messengern

September 9, 202610 Aufrufe

Fehlinvestitionen auch bei Kirchenbezirken, Pensionskassen und TÜV

August 19, 202610 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.