Fast doppelt so stark wie bislang erwartet: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hebt die Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an. Für die Weltwirtschaft gibt es eine kleine Änderung.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzt seine Wirtschaftsprognose für Deutschland und die Weltwirtschaft hoch. Der IWF rechnet nun damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im laufenden Jahr um 1,3 Prozent wächst.
Das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Juli prognostiziert und stimmt mit der Prognose der Bundesregierung überein. Auch seine Erwartung für das globale Wirtschaftsleistung hob der IWF leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 Prozent an. Der IWF hob auch seine Erwartung für den Euroraum trotz des Iran-Kriegs um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent an.
Im kommenden Jahr erwartet der IWF in der Bundesrepublik ein Wachstum von 1,1 Prozent, das ist ein Plus von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zum letzten Ausblick des Währungsfonds.
Zweigeteilter Ausblick auf nächstes Jahr
Der IWF rechnet nun damit, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum etwas weniger verlangsamt als zuvor erwartet, da die Industrieländer sich angesichts der seit dem Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise widerstandsfähig gezeigt hätten.
Während allerdings viele dieser Staaten von steigenden Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) profitiert hätten, stünden ärmere Länder, die aus diesem Boom keinen Nutzen zögen, angesichts der Energiepreise vor schweren Entscheidungen, erklärte der IWF.
Daher sprach er in seinem Bericht von einem „zweigeteilten“ Ausblick. „Die Weltwirtschaft hat sich als widerstandsfähig erwiesen, doch diese Widerstandsfähigkeit steht unter Druck, und die Risiken für das Wachstum sind eher nach unten gerichtet“, gab IWF-Chefökonomin Silvana Tenreyro an.
