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Startseite»Politik»30.000 Radfahrer beteiligen sich an ADFC-Sternfahrt in Berlin
Politik

30.000 Radfahrer beteiligen sich an ADFC-Sternfahrt in Berlin

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 07.06.2026 • 17:03 Uhr

Die Teilnehmer der Sternfahrt des ADFC fordern bessere Bedingungen für den Radverkehr. Sie waren auf rund 20 Strecken unterwegs. Autofahrer mussten wegen temporärer Sperrungen auf Umleitungsstrecken ausweichen.

  • ADFC veranstaltet am Sonntag 50. Fahrrad-Sternfahrt
  • 20 Routen plus fünf Zubringertouren aus Berlin und Brandenburg
  • Ziel aller Routen ist der Große Stern
  • Straße des 17. Juni und Ebertstraße ganztägig gesperrt
  • A100 und A115 zeitweise gesperrt

Rund 30.000 Fahrradfahrer beteiligen sich am Sonntag an der traditionellen Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ins Berliner Stadtzentrum. Diese Zahl nannten Polizei und Veranstalter übereinstimmend am Sonntagnachmittag.

Viele Teilnehmer waren in Brandenburger Orten oder am Berliner Stadtrand gestartet und fuhren dann auf rund 20 Strecken Richtung Großer Stern und Siegessäule. Viele andere reihten sich unterwegs in den jeweiligen Tross ein, darunter waren viele Familien mit Kindern.

Das Besondere: Die Sternfahrt wird alljährlich als Demonstration angemeldet, weswegen die Radfahrer Straßen und auch Autobahnabschnitte wie die Avus (A115) oder die A100 zeitweise für sich haben. Das war auch dieses Mal so, Autofahrer mussten wegen der temporären Sperrungen auf Umleitungsstrecken ausweichen.

Tausende Fahrradfahrer werden in Berlin am Sonntag zur jährlichen Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) erwartet.

ADFC: „Wir fordern Ausbau statt Rückbau“

Der ADFC setzt sich mit der Sternfahrt seit Jahrzehnten für einen besseren Fahrradverkehr ein. Die mittlerweile 50. Sternfahrt trägt in diesem Jahr den Titel „Die Zukunft fährt Rad“. Im vergangenen Jahr nahmen nach Polizeiangaben 13.500 Menschen an der Aktion teil.

„Die Menschen wollen von Herzen Radfahren, dennoch drängt die Politik sie an den Rand und schickt sie auf unsichere Wege“, erklärte Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Verkehrspolitik müsse die Belange der Radfahrer endlich ernst nehmen und mehr tun für sichere Radwege. „Wir fordern Ausbau statt Rückbau, Investitionen statt Kürzungen. Damit Radfahren jeden Tag sicher und komfortabel möglich ist.“

Umweltfestival am Großen Stern

Einige der 20 Routen starteten bereits am frühen Sonntagmorgen in Brandenburg, etwa in Oranienburg, Eberswalde und Brandenburg (Havel). Längere Nachttouren begannen in anderen Städten, zum Beispiel in Leipzig und Stettin. Außerdem gab es eine Strecke für Kinder, die durch die Berliner Innenstadt führte.

Die Radfahrer wurden dann in Berlin nach und nach auf die Stadtautobahn geführt und schließlich zum Großen Stern geleitet, wo noch bis 18 Uhr das Umweltfestival stattfindet.

Sperrung auf der A100 und A115

Für Autofahrer waren verschiedene Strecken gesperrt, etwa zwischen 12 und 14:30 Uhr die A100 zwischen Dreieck Neukölln und Spandauer Damm und die A115 (Avus) zwischen Kreuz Zehlendorf und Dreieck Funkturm. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin informierte auf ihrer Website über die Sperrungen [viz.berlin.de].

Die meisten Strecken sollen ab dem Nachmittag wieder freigegeben werden. Die Verkehrsinformationszentrale rät, statt des Autos lieber S- und U-Bahnen zu nutzen.

Tausende Radfahrer bei Sternfahrt am Sonntag erwartet

Sendung: rbb24 Inforadio, 07.06.2026, 16:00 Uhr
Audio: rbb24 Inforadio, 07.06.2026, Jürgen Buch

Rundfunk Berlin-Brandenburg

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Dr. Heinrich Krämer
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