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4900 Euro sind möglich  : Wie viel Altenpfleger verdienen 

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 6, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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4900 Euro sind möglich  Wie viel Altenpfleger verdienen 

05.11.2026, 19:02 Uhr Von Christina Lohner
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Die Löhne in der Altenpflege haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. (Foto: picture alliance/dpa)

In der Pflege lässt sich heute deutlich mehr verdienen als in der Vergangenheit. Ausgebildete Fachkräfte müssen auch den Vergleich zu anderen Berufen nicht scheuen. Pflegeeinrichtungen sind nicht nur zum Branchenmindestlohn verpflichtet, sondern auch zum regionalen Gehaltsniveau.

Die Pflegeversicherung steckt in extremer Finanznot und zählt zu den großen Reformprojekten der Bundesregierung. Der Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) wies kürzlich darauf hin, dass sich auch höhere Löhne von Pflegekräften auf die Eigenanteile der Pflegebedürftigen auswirken. Pflegerinnen und Pfleger in der Langzeitpflege konnten sich in den vergangenen Jahren über deutliche Gehaltserhöhungen freuen. Das änderte jedoch nichts daran, dass sich in Deutschland nicht genug Menschen für den Beruf begeistern lassen.

Sowohl Fach- als auch Assistenzkräfte in der Pflege zählen zu den sogenannten Engpassberufen, es stehen also nicht genügend Arbeitskräfte zur Verfügung. Fast jede vierte der gut 840.000 Pflegekräfte in der ambulanten und stationären Pflege kommt inzwischen aus dem Ausland. In den Krankenhäusern und Kliniken liegt der Anteil bei 17 Prozent.

Der Bedarf an Pflegekräften steigt und damit ihre Anzahl. So nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Pflegeberufen in den vergangenen zehn Jahren um mehr als ein Fünftel zu. Rund 80 Prozent von ihnen sind Frauen. Der Job ist fordernd, rund die Hälfte arbeitet in Teilzeit – auch fast jede dritte männliche Pflegekraft.

Für eine Vollzeitstelle erhalten Pflegefachkräfte in der Altenpflege laut Bundesagentur für Arbeit derzeit im Mittel knapp 4440 Euro brutto im Monat, in der Krankenpflege sind es knapp 4600 Euro – die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger. Die Spanne ist groß: Ein Viertel der Fachkräfte in der Altenpflege kommt demnach auf maximal knapp 4000 Euro, ein Viertel auf fast 4900 Euro oder mehr.

Ausgebildet werden Fachkräfte für die Kranken- und Altenpflege seit einigen Jahren gemeinsam. Im dritten Ausbildungsjahr können sie sich auf einen Bereich spezialisieren, müssen dies aber nicht. Der Mindestlohn für Fachkräfte in der Altenpflege beträgt derzeit 21,03 Euro pro Stunde, für Pflegehilfskräfte 16,52 Euro. Außerdem haben sie Anspruch auf mindestens 29 Urlaubstage pro Jahr. Diese gesetzlichen Untergrenzen gelten allerdings nicht überall: Privathaushalte als Arbeitgeber müssen den Pflegemindestlohn nicht zahlen.

Spürbare Gehaltserhöhungen

Im Durchschnitt kommen Beschäftigte in der Langzeitpflege laut GKV auf 24,50 Euro pro Stunde. In diesem Jahr stiegen die Stundenlöhne demnach um 3,4 Prozent, nach 4,9 und 8,8 Prozent in den Vorjahren. Fachkräfte erreichen inzwischen im Schnitt rund 28 Euro pro Stunde, Assistenzkräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung knapp 23,40 Euro und Hilfskräfte ohne Ausbildung durchschnittlich fast 21 Euro. Pflegehilfskräfte verdienen damit um die 3300 Euro. Während das am geringsten bezahlte Viertel der Helfer laut Arbeitsagentur auf maximal knapp 3000 Euro kommt, sind es beim oberen Viertel gut 3700 Euro oder mehr.

Staatliche Pflegeeinrichtungen sind in der Regel an Tarifverträge gebunden, kirchliche Einrichtungen orientieren sich daran, private legen meist eigene Gehälter fest, wie das Portal Medi-Karriere ausführt. Pflegebetriebe ohne Tarifvertrag müssen die Höhe ihrer Vergütungen an das jeweilige regionale Niveau anpassen. Neben regionalen Unterschieden wirken sich wie üblich Berufserfahrung und Tätigkeit auf die Gehaltshöhe aus.

Die höchsten mittleren Löhne für Fachkräfte in der Altenpflege fließen laut Arbeitsagentur in Baden-Württemberg und Hamburg mit etwa 4600 Euro im Monat, die niedrigsten mit knapp 4200 Euro in Sachsen. Den Spitzenplatz unter den größten Städten belegt München mit fast 4800 Euro, während der mittlere Wert in Dresden bei gut 4100 Euro liegt.

Zum Vergleich mit anderen Berufen: Der mittlere Bruttojahresverdienst über alle Branchen hinweg lag im vergangenen Jahr bei knapp 54.100 Euro inklusive Sonderzahlungen. Die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland verdiente laut Statistischem Bundesamt mehr, die Hälfte weniger. Auf zwölf Monate umgerechnet sind das rund 4500 Euro.

Quelle: ntv.de

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