Schusswechsel auf Insel Gheschm Iranische Medien berichten von Explosionen am Persischen Golf
Immer wieder kommt es trotz Waffenruhe zu Spannungen im Iran. Bewohner berichten in sozialen Medien von Explosionen und grellen Lichtern über dem Meer nahe der Hafenstadt Bandar Abbas. Nun äußern sich iranische Medien zu den Vorfällen.
Inmitten militärischer Spannungen mit den USA haben iranische Medien mehrere Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Nahe der Hafenstadt Bandar Abbas an der Südküste seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Die genaue Ursache dafür sei jedoch unklar.
An einem Pier auf der Insel Gheschm hätten „die iranische Armee und der Feind einander beschossen“, berichtete der Sender Irib. Auch in den sozialen Medien meldeten Bewohner aus den Küstengebieten Explosionen. Auf der Insel seien Explosionsgeräusche und Lichter über dem Meer beobachtet worden, berichtete der bekannte Netzaktivist Vahid unter Berufung auf lokale Einwohner. Ein Sprecher der israelischen Armee gab an, von keinem „Angriff“ zu wissen. Nähere Details lagen zunächst nicht vor.
Unterdessen spekulierten iranische Medien über einen möglichen Luftangriff der Vereinigten Arabischen Emirate. Erst vor wenigen Tagen hatten Irans Streitkräfte Ölanlagen in dem arabischen Golfstaat attackiert. Die Nachrichtenagentur Tasnim, die Irans mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, schrieb: „Sollte sich die Angelegenheit bestätigen, werden die Emirate den Preis für ihre feindselige Handlung bezahlen.“
Seit gut einem Monat herrscht eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor hoch. US-Präsident Donald Trump hatte erneut mit Angriffen in „einer weitaus höheren Intensität“ gedroht und auf dem Verzicht der Islamischen Republik auf Atomwaffen bestanden. Die Straße von Hormus war zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe.
