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Startseite»Nachrichten»Rubio trifft Vermittler aus Katar: Iran droht USA mit Vergeltung bei neuen Tanker-Attacken
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Rubio trifft Vermittler aus Katar: Iran droht USA mit Vergeltung bei neuen Tanker-Attacken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Rubio trifft Vermittler aus KatarIran droht USA mit Vergeltung bei neuen Tanker-Attacken

Am Freitag setzte das US-Militär trotz Waffenruhe nach eigenen Angaben zwei unter iranischer Flagge fahrende Öltanker außer Gefecht – darunter die „Sea Star III“. (Foto: picture alliance / SIPA)

Während eine Antwort Teherans auf einen Friedensvorschlag der US-Regierung aussteht, laufen in Miami Gespräche mit einem Vermittler aus einem Golfstaat. Derweil warnt der Iran die USA vor weiteren Attacken auf seine Handelsschiffe.

Der Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung. „Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe nach sich ziehen“, erklärten die iranischen Revolutionsgarden am Samstagabend laut Staatsmedien. Ob der Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist indes unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu. 

Die Revolutionsgarden erklärten weiter, es würden keine Bedrohungen gegen ihre Schiffe oder Störungen ihrer Ölexporte und Handelsrouten geduldet. Die Handelsflotte werde geschützt. Irans Außenminister Abbas Araghtschi äußerte Zweifel an der Ernsthaftigkeit der US-Diplomatie .“Die jüngste Eskalation der Spannungen durch die amerikanischen Streitkräfte und ihre mehrfachen Verstöße gegen die Waffenruhe bestärken den Verdacht hinsichtlich der Motivation und des Ernstes der amerikanischen Seite auf dem Weg der Diplomatie“, sagte Araghtschi am Samstag laut der Nachrichtenagentur Isna bei einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan.

Am Freitag hatte das US-Militär trotz Waffenruhe zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Die Schiffe „Sea Star III“ und „Sevda“ hatten laut US-Armee versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die Seeblockade der USA zu brechen. Bereits in der Nacht zuvor hatte es Gefechte in der umkämpften Straße von Hormus gegeben.

Iran lässt USA offenbar warten

Eine Antwort auf den US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs schien der Iran weiter schuldig zu bleiben – zumindest wurde dazu öffentlich nichts bekannt. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung waren eigenen Worten zufolge davon ausgegangen, bis Freitag eine Antwort zu bekommen.

Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

Diplomatie läuft auf Hochtouren

Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren weiter. Am Samstag trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Miami, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen, wie das Portal „Axios“ unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilte. Das Weiße Haus halte Katar für besonders effektiv in Verhandlungen mit Iran, hieß es weiter. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund.

Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor beträchtlich. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut „Wall Street Journal“ in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weiteren Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/AFP

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