Bei russischen Angriffen auf ukrainische Industriestädte wurden mindestens vier Menschen getötet. Auch Russland meldet Angriffe: Fast 300 Drohnen seien in der Nacht abgewehrt worden.
Bei russischen Luftangriffen auf ukrainische Industriezentren im Südosten des Landes sind laut Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Sechs weitere Personen wurden verletzt. Dnipro im Osten sei mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen worden, erklärte Gouverneur Oleksandr Hanscha im Onlinedienst Telegram.
Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt, die Opfer wurden unter den Trümmern gefunden. Zudem fiel im Norden der Ukraine nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur für fast 100.000 Menschen der Strom aus, wie Behörden mitteilten.
Auch in zwei weiteren Städten in der Region, Krywyj Rih und Pawlograd, wurden den Behörden zufolge Industrieanlagen angegriffen.
Angriffe in Russland gemeldet
Unterdessen meldete auch Russland ukrainische Drohnenangriffe. In der russischen Region Samara an der Wolga sei dabei ein Mensch getötet worden, vier weitere seien verletzt worden, teilte der dortige Gouverneur mit. In der Region befinden sich wichtige Ölraffinerien.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Flugabwehr habe in der Nacht insgesamt 297 ukrainische Drohnen über verschiedenen Regionen des Landes zerstört. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russisches Staatsgebiet zuletzt intensiviert und nimmt dabei vor allem Anlagen der Ölindustrie und Transportknotenpunkte ins Visier.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Treffen zwischen Selenskyj und Trump
Diplomatische Bemühungen um ein Kriegsende haben noch kein Ergebnis gebracht. Sie sollen heute am Rande der UN-Generaldebatte in New York fortgesetzt werden. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wird mit US-Präsident Donald Trump sprechen.
