Zuletzt war das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA angespannt. Nun haben Bundeskanzler Merz und US-Präsident Trump wieder telefoniert. Merz betonte, man sei sich beim weiteren Vorgehen in Iran einig.
Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump haben nach den jüngsten öffentlichen Konflikten wieder miteinander telefoniert. Merz sprach auf der Plattform X von einem „guten“ Telefonat. Die beiden Regierungschefs seien sich einig, dass Iran zurück an den Verhandlungstisch müsse. Zudem müsse die Straße von Hormus geöffnet werden und Iran dürfe keine Nuklearwaffen haben.
Weitere Themen des Telefonats mit dem US-Präsidenten waren dem Kanzler zufolge eine Friedenslösung für die Ukraine sowie der NATO-Gipfel im türkischen Ankara Anfang Juni. „Die USA und Deutschland sind starke Partner in einer starken NATO“, betonte Merz weiter. Trump war während des Telefonats auf dem Rückflug aus China. Dort hatte er sich mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping getroffen. Auch bei den Gesprächen dort ging es um Iran. Trump äußerte sich zu dem Telefonat mit Merz bislang nicht.
Zuletzt angespanntes Verhältnis
Merz und Trump hatten lange ein recht gutes Verhältnis zueinander. In den vergangenen Wochen hatte Trump jedoch heftig auf Äußerungen von Merz reagiert. Der Kanzler hatte bei einer Veranstaltung mit Schülern im Sauerland gesagt, die USA hätten offensichtlich keine Strategie im Iran-Krieg. Mit Blick auf die stockenden Verhandlungen sagte er auch, „da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung“.
Trump hatte Merz daraufhin vorgeworfen, er wisse nicht, wovon er rede. Er drohte außerdem damit, einen Truppenabzug aus Deutschland zu prüfen. Anfang Mai kündigte die US-Regierung den Abzug eines Teils der in Deutschland stationierten Truppen an. Das Verteidigungsministerium begründete die Entscheidung mit einer gründlichen Überprüfung der Stationierung von US-Streitkräften in Europa.
Trump hatte auch immer wieder Deutschland und anderen NATO-Partnern mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg vorgeworfen und mehrfach deutlich gemacht, er habe sich mehr von der NATO erhoffe. Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis und soll reagieren, sollte einer der Staaten angegriffen werden.
