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Startseite»Nachrichten»Ukraine kann Russland mit neuer Waffe empfindlich treffen
Nachrichten

Ukraine kann Russland mit neuer Waffe empfindlich treffen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Feuertaufe steht kurz bevor“Ukraine kann Russland mit der nächsten Waffe das Leben schwer machen

Diese Aufnahme veröffentlichte Brave1. Eine Plattform der ukrainischen Regierung, die Rüstungsunternehmen zusammenbringt. (Foto: X / Brave1)

Seit Jahren terrorisiert Russland die Ukraine mit dem massenweisen Einsatz von Gleitbomben. Kiews Streitkräfte haben bislang wenig Vergleichbares zur Verfügung. Doch das könnte sich mit einer heimischen Produktion schon bald ändern.

Die Ukraine hat erstmals eine eigene gelenkte Fliegerbombe vorgestellt. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums ist sie einsatzbereit – alle erforderlichen Tests wurden bestanden. Die Bombe kann von Flugzeugen aus relativ sicherer Entfernung abgeworfen werden und dank ihres Lenksystems mit erhöhter Präzision ins Ziel gleiten.

Russland greift die ukrainischen Streitkräfte und zivile Infrastruktur jährlich mit Zehntausenden solcher Bomben an. Sie stellen eine enorme Bedrohung dar und sorgen für viele Opfer. Oft handelt es sich um sehr einfache Exemplare aus der Sowjetzeit, die mit Flügeln und Navigationssystemen nachgerüstet wurden. Allein in der vergangenen Woche sollen die Kreml-Streitkräfte laut dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj mehr als 1300 Gleitbomben eingesetzt haben.

„Die ukrainische Gleitbombe ist keine Kopie westlicher oder sowjetischer Lösungen. Es handelt sich um eine Eigenentwicklung ukrainischer Ingenieure, deren Entwicklung 17 Monate dauert“, hieß es vom Verteidigungsministerium in Kiew in einer Mitteilung. Sie soll „maximal an die Realitäten moderner Kriegsführung angepasst“ sein. Damit könnte beispielsweise gemeint sein, sie unempfindlich gegen elektronische Störsignale gemacht zu haben.

„Schon bald wird die ukrainische Gleitbombe gegen feindliche Ziele eingesetzt werden“, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow. Man wolle mit Hightech-Waffen die eigene Armee systematisch stärken und auf dem Schlachtfeld einen „technologischen Vorteil“ verschaffen.

Die ukrainische gelenkte Fliegerbombe soll einen 250 Kilogramm schweren Gefechtskopf besitzen und unter anderem Kommandoposten in einer Tiefe von mehreren Dutzend Kilometern zerstören können. Piloten würden derzeit verschiedene Kampfszenarien trainieren. „Die erste Feuertaufe steht kurz bevor“, so die Mitteilung des Verteidigungsministeriums.

Bislang wurde die Ukraine von Partnern wie den USA mit JDAM ausgestattet. Dabei handelt es sich um Ausrüstungskits, um die Zielgenauigkeit von Bomben zu erhöhen. Bewährt haben sich zudem auch die AASM-Hammer aus Frankreich. Westliche Waffen sind oft deutlich teurer als ukrainische Produktionen und nur sehr eingeschränkt verfügbar.

Quelle: ntv.de, rog

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