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Startseite»Nachrichten»Wirkung auf Gene untersucht: Trauben könnten die Haut vor UV-Schäden schützen
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Wirkung auf Gene untersucht: Trauben könnten die Haut vor UV-Schäden schützen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Wirkung auf Gene untersuchtTrauben könnten die Haut vor UV-Schäden schützen

Weintrauben sind gesund, lecker und laut einer neuen Studie auch gut für die Haut. (Foto: picture alliance/dpa)

Drei Portionen Trauben am Tag – und die Haut reagiert messbar. US-Forschende haben Hinweise gefunden, dass regelmäßiger Traubenkonsum die Genaktivität der Haut verändert und Schutzmechanismen stärkt. 

Weintrauben sind nicht nur kleine Vitaminbomben – sie können laut einer neuen Studie auch die Haut widerstandsfähiger machen. US-Forschende haben herausgefunden, dass regelmäßiger Traubenkonsum die Genaktivität in der Haut in einer Weise verändert, die auf bessere Schutzmechanismen gegen UV-bedingten Stress hindeutet. Nach nur zwei Wochen zeigten sich bei den Probanden messbare biologische Effekte.

Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjorunal „ACS Nutrition Science“. Das Forschungsteam ließ die Studienteilnehmer zwei Wochen lang täglich drei Portionen, etwa 350 Gramm, Trauben essen. Anschließend untersuchte es, wie sich die Genaktivität in der Haut verändert – einmal ohne und einmal nach einer niedrigen UV-Belastung. Das Ergebnis: Bei allen Teilnehmern änderten sich in der Haut biologische Prozesse, die von bestimmten Genen gesteuert werden – wenn auch auf individuell unterschiedliche Weise.

Die Autoren sehen darin Hinweise auf stärkere Schutzmechanismen der Haut. Bestimmte Veränderungen deuteten auf mehr Keratinisierung und Cornifikation hin – also auf Prozesse, mit denen die Haut ihre äußere Barriere aufbaut und stabilisiert. Zusätzlich maßen die Forscher nach der UV-Belastung geringere Werte von Malondialdehyd, einem Marker für oxidativen Stress. Das spricht dafür, dass die Haut unter Traubenkonsum biochemisch etwas gelassener auf UV-Reize reagieren könnte, heißt es in der Studie.

Starke Hautbarriere gegen UV-Strahlung

„Wir sind jetzt sicher, dass Trauben wie ein Superfood wirken und beim Menschen eine nutrigenomische Reaktion vermitteln“, sagte Studienleiter John Pezzuto laut Mitteilung der Hochschule. Mit „nutrigenomisch“ ist gemeint: Ein Lebensmittel verändert messbar die Aktivität bestimmter Gene. Pezzuto betonte weiter, man habe diesen Effekt nun am größten Organ des Körpers gesehen – der Haut. Diese beobachteten Veränderungen deuteten auf Verbesserungen der Hautgesundheit hin.

Bereits 2022 hatte dieselbe Forschungsgruppe in einer Humanstudie gezeigt, dass ein Teil der Probanden nach zwei Wochen mit täglich drei Portionen Trauben weniger empfindlich auf UV-Strahlung reagierte. Damals waren es 9 von 29 Teilnehmern, also rund 31 Prozent. Die neue Arbeit setzt nun einen anderen Schwerpunkt. Sie fragt weniger, wer sichtbar widerstandsfähiger gegen UV wird, sondern mehr, was auf molekularer Ebene in der Haut passiert. Deshalb gehen die Forschenden davon aus, dass der Effekt „wahrscheinlich nahezu jeden“ in irgendeiner Form betreffen könnte – auch wenn Menschen unterschiedlich stark reagieren.

Trauben sind kein Sonnencreme-Ersatz

Doch Vorsicht vor falschen Schlüssen: Die Studie zeigt zwar Veränderungen der Genaktivität und Hinweise auf weniger oxidativen Stress – nicht aber, dass Trauben im Alltag vor Hautkrebs schützen. Es wäre falsch, aus den Ergebnissen eine Art Ernährungs-Sonnenschutz abzuleiten, heißt es in der Studie. Trauben seien kein Ersatz für Schatten, Kleidung, Sonnencreme oder vernünftiges Verhalten in der Mittagssonne.

Die Forschenden betonen, ihre Studie beschreibe einen biologischen Mechanismus, der erklären könnte, warum manche Menschen nach regelmäßigem Traubenkonsum etwas widerstandsfähiger auf UV-Reize reagieren. Ob das im Alltag klinisch relevant ist, müsse erst noch genauer untersucht werden.

Interessant ist die Arbeit trotzdem. Sie passt in einen größeren Trend der Ernährungsforschung. Nicht nur Vitamine oder Kalorien stehen im Fokus, sondern auch die Frage, wie Lebensmittel die Genaktivität in Geweben beeinflussen. Studienleiter Pezzuto vermutet sogar, dass Trauben auch in anderen Organen wie Leber, Muskel, Niere oder Gehirn die Genexpression verändern könnten. Dafür brauche es aber weitere Studien.

Quelle: ntv.de, hny

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