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Startseite»Nachrichten»„Irgendwas in der Art“: Trump setzt Iran ein „zwei oder drei Tage“-Ultimatum
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„Irgendwas in der Art“: Trump setzt Iran ein „zwei oder drei Tage“-Ultimatum

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Irgendwas in der Art“Trump setzt Iran ein „zwei oder drei Tage“-Ultimatum

Donald Trump steht vor seinem Ballsaal-Projekt. (Foto: REUTERS)

Neuerliche Angriffe auf den Iran schiebt Trump auf. Doch vergessen sind sie damit offenbar nicht: Der US-Präsident sendet Teheran eine neue Warnung – gibt sich aber äußerst vage.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit Angriffen gedroht, falls es nicht zu einer Einigung in strittigen Fragen kommt. „Nun, ich meine, ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, irgendetwas in der Art, vielleicht Anfang nächster Woche, ein überschaubarer Zeitraum – denn wir können nicht zulassen, dass sie eine neue Atomwaffe bekommen“, sagte Trump vor Reportern in Washington mit Blick auf einen Zeitraum für neue Angriffe. Er behauptete zudem, die Regierung in Teheran bettele um einen Deal.

Der Iran äußerte sich nicht, hatte in der Vergangenheit aber wiederholt Darstellungen Trumps zurückgewiesen. Der US-Präsident hat zudem bereits mehrfach einen erneuten Militäreinsatz ins Gespräch gebracht, dies bislang aber nicht umgesetzt. Unklar war auch, wie Trumps Äußerung zu verstehen ist, dass verhindert werden müsse, dass der Iran eine neue Atomwaffe bekomme. Es ist nicht bekannt, dass der Iran bereits eine Atomwaffe besessen hat.

Erst am Montag hatte Trump erklärt, er habe geplante neue Angriffe auf den Iran vorerst ausgesetzt, nachdem ein neuer Vorschlag des Iran eingegangen sei und es nun sehr gute Chancen auf ein Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms gebe. Ebrahim Asisi, Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit im iranischen Parlament, schrieb indes auf X, die Aussetzung eines Angriffs sei darauf zurückzuführen, dass Trump erkannt habe, dass jeder Schritt gegen den Iran eine entschiedene militärische Reaktion zur Folge haben würde. Trump sagte, er sei am Montag nur eine Stunde von der Entscheidung über einen Militärschlag entfernt gewesen, bevor er diesen verschoben habe.

Teheran formuliert Forderungen

In iranischen Staatsmedien hieß es, Teheran fordere für ein Friedensabkommen ein Ende der Feindseligkeiten an allen Fronten, einschließlich des Libanons, sowie den Abzug der US-Truppen aus den Gebieten in der Nähe des Irans. Zudem verlange der Iran Reparationen für die durch den Krieg der USA und Israels verursachten Zerstörungen. Weitere Bedingungen seien die Aufhebung von Sanktionen, die Freigabe eingefrorener Gelder und ein Ende der US-Seeblockade gegen das Land. Die Bedingungen unterscheiden sich offenbar kaum von einem früheren Papier des Irans, das Trump als „Müll“ zurückgewiesen hatte.

Ob die USA zu Wochenbeginn tatsächlich Vorbereitungen für neue Angriffe getroffen hatten, lässt sich unabhängig nicht überprüfen. Trump hatte den Krieg Ende Februar gemeinsam mit Israel begonnen. Aktuell ist eine Waffenruhe vereinbart. Trump steht unter Druck, zu erreichen, dass der Iran die Straße von Hormus wieder öffnet. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für die weltweite Versorgung mit Öl und anderen Rohstoffen und wird seit Wochen vom Iran blockiert. Der Ölpreis ist dadurch deutlich nach oben geschnellt.

Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatten den Krieg begonnen, um die iranische Unterstützung für regionale Milizen einzudämmen, das Atomprogramm zu zerstören und Voraussetzungen für einen Sturz der Führung in Teheran zu schaffen. Bislang wurden offenbar aber weder die iranischen Bestände an fast waffentauglichem Uran vernichtet noch die militärischen Fähigkeiten des Landes entscheidend geschwächt. Auch die Führung überstand die Angriffe ohne Anzeichen einer organisierten Opposition. Beobachter hatten sogar erklärt, die radikalen Revolutionsgarden im Iran hätten jetzt mehr Einfluss als vor dem Krieg.

Quelle: ntv.de

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