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Startseite»Nachrichten»Spionage-Eklat bei Southampton: Deutschem Sensations-Trainer droht Rauswurf, Spieler prüfen Klagen
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Spionage-Eklat bei Southampton: Deutschem Sensations-Trainer droht Rauswurf, Spieler prüfen Klagen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Spionage-Eklat bei SouthamptonDeutschem Sensations-Trainer droht Rauswurf, Spieler prüfen Klagen

Tonda Eckert darf mit Southampton nicht an den Aufstiegs-Playoffs teilnehmen. (Foto: Action Images via Reuters)

Der Einspruch vor dem Schiedsgericht war die letzte Chance für den Klub des deutschen Trainers Tonda Eckert, doch der wurde abgelehnt. Der Aufstieg des FC Southampton ist nicht mehr möglich und Eckert steht vor dem Aus.

Der FC Southampton mit dem deutschen Trainer Tonda Eckert muss seinen Aufstiegstraum nach einer Niederlage vor dem Schiedsgericht im Zuge des Spionage-Skandals endgültig begraben. Die Beschwerde des Klubs gegen die Entscheidung der unabhängigen Disziplinarkommission hinsichtlich Verstößen gegen die EFL-Regularien sei abgewiesen worden, teilte die englische Fußball-Liga (EFL) mit.

Die Sanktionen bleiben demnach bestehen. Der FC Southampton bleibt damit aus dem Playoff-Finale der Championship an diesem Wochenende ausgeschlossen, eine Rückkehr in die Premier League ist nicht mehr möglich. Darüber hinaus werden dem Verein vier Punkte abgezogen, die in der Tabelle der Championship-Saison 2026/27 berücksichtigt werden. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist endgültig. Der FC Middlesbrough soll nun stattdessen im Playoff-Finale am Samstag gegen Hull City um den Aufstieg in die Premier League antreten.

Der deutsche Trainer Eckert hat trotz seiner starken Bilanz wohl keine Zukunft mehr in Southampton. Der frühere U21-Coach hatte das Team im November auf Platz 21 übernommen und dann sensationell bis auf Platz vier geführt. Zum direkten Aufstieg fehlen am Ende nur vier Punkte. Nun steht der 33-Jährige Medienberichten zufolge vor dem Rauswurf.

Mitarbeiter spionierte Trainingseinheit aus

In der Affäre, die in britischen Medien „Spygate“ genannt wird, hatte eine unabhängige Kommission den Verein der Spionage für schuldig befunden. Southampton war von der EFL angeklagt worden, weil ein Mitarbeiter der Saints vor dem Playoff-Halbfinal-Sieg (2:1 n.V.) eine Trainingseinheit des Gegners FC Middlesbrough ausspioniert haben soll. Klubboss Phil Parsons räumte zwar ein, dass der Verein gegen die Regeln verstoßen habe und entschuldigte sich bei Fans und anderen Klubs. Gleichzeitig wetterte er gegen die Härte der Strafe.

Besonders verwies der Boss auf die finanziellen Folgen des Urteils. Parsons sprach von der womöglich härtesten Strafe in der Geschichte des englischen Fußballs. Southampton sei die Chance auf ein Spiel genommen worden, das mehr als 200 Millionen Pfund wert sei und für Spieler, Mitarbeiter und Fans enorme Bedeutung habe.

Dem Verein droht wegen der Affäre obendrein noch interner Ärger. Laut einem Bericht von „The Athletic“ prüfen viele Southampton-Profis nun rechtliche Schritte gegen ihren eigenen Klub. Demnach stehen sie im Austausch mit der Spielergewerkschaft PFA. Hintergrund ist, dass Teile des Kaders nach dem Premier-League-Abstieg Gehaltskürzungen von bis zu 40 Prozent akzeptiert hatten, die im Falle des Wiederaufstiegs wieder aufgehoben würden. Außerdem soll es auch um einen Aufstiegsbonus von knapp 175.000 Euro (150.000 Pfund) gehen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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