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Startseite»Nachrichten»Impfungen, Vorsorge, Tests: Bundestag beschließt Apothekenreform – mehr Leistungen für Patienten
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Impfungen, Vorsorge, Tests: Bundestag beschließt Apothekenreform – mehr Leistungen für Patienten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Impfungen, Vorsorge, TestsBundestag beschließt Apothekenreform – mehr Leistungen für Patienten

Apotheken sollen neue Leistungen zur Vorbeugung und Früherkennung anbieten können – etwa für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und rund ums Rauchen. (Foto: picture alliance / dpa)

Auf Apotheken in Deutschland kommen neue Aufgaben zu: Sie sollen künftig mehr Impfungen anbieten, bestimmte Medikamente ohne Rezept abgeben und Blut für Diagnosen entnehmen können. Daran gibt es Kritik.

In Apotheken sollen Patientinnen und Patienten künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorge und Tests bekommen können. Das sieht ein Gesetz der schwarz-roten Koalition vor, das der Bundestag beschlossen hat. Gesundheitsministerin Nina Warken sagte, um die Versorgung sicherstellen zu können, müssten die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden. „Apotheken spielen dabei eine zentrale Rolle.“ Das Gesetz stärke die Apothekenlandschaft auch finanziell und sorge für weniger Bürokratie.

Konkret sollen Apotheken unter anderem neue Leistungen zu Vorbeugung und Früherkennung anbieten können – etwa für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und rund ums Rauchen. Neben Impfungen gegen Grippe und Corona sollen alle Schutzimpfungen mit „Totimpfstoffen“ angeboten werden können, zum Beispiel auch gegen Tetanus. Wie bei Corona-Tests in der Pandemie sollen selbst zu bezahlende Schnelltests zu bestimmten Erregern möglich sein.

Apotheken sollen in bestimmten Fällen außerdem verschreibungspflichtige Medikamente direkt abgeben können, ohne dass ein ärztliches Rezept vorliegt. Erlaubt werden sollen auch Standard-Blutentnahmen aus der Vene, um etwa Medikamentenwirkungen zu kontrollieren – allerdings nur bei Patienten ab 18 Jahren. Voraussetzung ist auch eine vorherige ärztliche Schulung.

Bei Ärztevertretern stoßen diese neuen Möglichkeiten auf scharfe Kritik. Auch die gesetzlichen Krankenkassen äußerten Kritik. „Für nächstes Jahr kommen damit Mehrkosten von deutlich über einer Milliarde Euro auf uns zu“, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vize-Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, kurz vor der geplanten Verabschiedung der Reform im Bundestag. Bezahlen müssten das „die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler – also die 75 Millionen gesetzlich Versicherten und ihre Arbeitgeber“.

Der Bundestag verabschiedete die Reform mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD. Grüne und AfD stimmten dagegen, die Linksfraktion enthielt sich. Das Gesetz kommt abschließend noch in den Bundesrat.

Quelle: ntv.de, are/dpa/AFP

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