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Startseite»Nachrichten»Panik nach Evakuierungsaufruf: Israel erklärt weite Teile des Südlibanons zur „Kampfzone“
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Panik nach Evakuierungsaufruf: Israel erklärt weite Teile des Südlibanons zur „Kampfzone“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 27, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Panik nach EvakuierungsaufrufIsrael erklärt weite Teile des Südlibanons zur „Kampfzone“

Israelische Schläge treffen die libanesische Stadt Tyrus, nördlich der sogenannten gelben Linie. (Foto: AFP)

Israel und die Terrormiliz Hisbollah liefern sich im Süden des Libanons weiter heftige Gefechte. Inzwischen hat Israel eine Pufferzone zu seiner Grenze etabliert und weitet diese nun nach Norden aus.

Die israelische Armee hat große Teile des Südlibanons zur „Kampfzone“ erklärt und die Bevölkerung zur Flucht aufgerufen. Alle Bewohner südlich des Sahrani-Flusses sollten sich in Richtung Norden in Sicherheit bringen, teilte ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf X mit. Der Sahrani-Fluss verläuft etwa 40 Kilometer nördlich der libanesisch-israelischen Grenze. In einer Videobotschaft erklärte der Sprecher, die Menschen sollten sich von Infrastruktur der proiranischen Hisbollah-Miliz fernhalten. Die israelische Armee bereite sich darauf vor, „mit äußerster Härte“ gegen die Miliz vorzugehen.

Zuvor hatte das israelische Militär bereits unter anderem die Bewohner der Städte Tyrus und Nabatija zur Evakuierung aufgefordert. Unter der Bevölkerung brach erneut Panik aus. Auf Straßen in Richtung der Hauptstadt Beirut entstanden Augenzeugen zufolge lange Staus. 

Bereits am Vorabend hatte die israelische Armee angekündigt, ihre Einsätze im Süden und Osten des Libanon über die sogenannte gelbe Linie hinaus auszuweiten. Ziel sei es, Hisbollah-Kämpfer weiter nach Norden zurückzudrängen. Die Hisbollah meldete Zusammenstöße mit israelischen Soldaten nördlich der „gelben Linie“ nahe der Stadt Nabatija.

Die von Israel ausgewiesene „gelbe Linie“ befindet sich etwa zehn Kilometer tief auf libanesischem Gebiet. Innerhalb dieser Begrenzung hat die israelische Armee nach eigenen Angaben eine Pufferzone eingerichtet und Truppen stationiert. Zuvor hatte die israelische Armee zumeist Evakuierungsaufforderungen für Gebiete südlich des Litani-Flusses im Libanon herausgegeben. Nabatija liegt nördlich des Litani-Flusses.

Trotz einer zwischen der libanesischen und israelischen Seite vereinbarten Waffenruhe gehen die Kampfhandlungen zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Die Lage hatte sich in den vergangenen Tagen deutlich zugespitzt. Israel ist weiterhin mit Truppen im Libanon aktiv und liefert sich dort auch Bodenkämpfe mit der Hisbollah. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hatte ihrerseits in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf Israel ausgeweitet, insbesondere solche mit Sprengstoffdrohnen. Die Schiitenmiliz lehnt die direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel sowie ein unter Vermittlung der USA geschlossenes Waffenruhe-Abkommen ab.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/AFP

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