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Startseite»Nachrichten»Friedensrat stellt Wiederaufbau-Plan für Gazastreifen vor
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Friedensrat stellt Wiederaufbau-Plan für Gazastreifen vor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 23, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Kushner ruft zu Spenden aufFriedensrat stellt Wiederaufbau-Plan für Gazastreifen vor

Jared Kushner ist Teil des Executive Boards des Friedensrats. (Foto: NurPhoto via Getty Images)

Für den Wiederaufbau des zerstörten Gazastreifen hat der von den USA geleitete Friedensrat nun einen Plan für einen Teil-Wiederaufbau vorgelegt. Zugleich ruft der Berater und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump zu Spenden für das Vorhaben auf. Das Projekt würde Milliarden Dollar kosten.

Der von US-Präsident Donald Trump geführte Friedensrat hat einen Plan zum Teil-Wiederaufbau des im Krieg großflächig zerstörten Gazastreifens vorgestellt. Das Vorhaben soll sechs Monate umfassen und knapp 2,5 Milliarden US-Dollar kosten, wie bei einer Veranstaltung vor Spendern und Mitgliedern des Rats in New York mitgeteilt wurde. Unter anderem rief der Schwiegersohn und Berater von Trump, Jared Kushner, bei der Veranstaltung zu Spenden auf.

Die Gesamtkosten für den vollständigen Wiederaufbau des Gazastreifens würden sich dem Rat zufolge auf 71 Milliarden US-Dollar belaufen. Bisher habe man Zusagen in Höhe von rund 18 Milliarden. Der Sechs-Monats-Plan sieht etwa Kosten von 275 Millionen US-Dollar für den Abtransport von Schutt im weitgehend zerstörten Küstenstreifen vor. Hinzu kommen neben zahlreichen Bauprojekten humanitäre Vorhaben und etwa der Aufbau der Polizei.

Neben der Frage der Finanzierung stehen Fortschritten aber auch zentrale politische Streitpunkte im Weg: Bisher wurde weder die in Trumps Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas noch der Abzug Israels aus gut der Hälfte des Gazastreifens umgesetzt.

Kritiker betrachten den Friedensrat als Konkurrenz zu den vom US-Präsidenten kritisierten Vereinten Nationen. Aktuell hat der Friedensrat etwa zwei Dutzend Mitglieder, darunter Ungarn, Israel, Belarus, Katar, Saudi-Arabien und die Türkei. Viele europäische Länder – darunter auch Deutschland – lehnen eine Beteiligung ab. Sie wollen weiter auf die Vereinten Nationen als Mechanismus zur Lösung internationaler Konflikte setzen.

„Gespräche mit Israel sind derzeit nicht einfach“

Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Zuletzt hat Israel seine Luftangriffe wieder verstärkt und dabei laut eigener Darstellung gezielt ranghohe Hamas-Mitglieder ins Visier genommen.

Der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, hatte im Mai gesagt, ein Wiederaufbau des Gazastreifens sei ohne eine Entwaffnung der Hamas nicht möglich. Anders als die Hamas lehnt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen Fahrplan des von Trump ins Leben gerufenen Friedensrats für eine Nachkriegsordnung im Gazastreifen und eine Entwaffnung der Hamas bisher ab. „Unsere Gespräche mit Israel sind derzeit nicht einfach“, sagte Mladenow.

Streit gibt es unter anderem darüber, dass die der islamistischen Organisation übergebenen Waffen laut dem Fahrplan eingelagert und unter palästinensischer Kontrolle bleiben sollen. Israel fordert dagegen eine komplette Entfernung der Waffen aus dem Küstenstreifen. Die Regierung befürchtet, sie könnten der Hamas sonst wieder in die Hände fallen.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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