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Startseite»Politik»Statistisches Bundesamt: Zuwanderung nach Deutschland gesunken
Politik

Statistisches Bundesamt: Zuwanderung nach Deutschland gesunken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 01.06.2026 • 10:33 Uhr

2025 sind deutlich weniger Menschen nach Deutschland gezogen als im Jahr zuvor. Ein Grund ist der Rückgang von Asylsuchenden aus Syrien und Afghanistan. Auch aus EU-Ländern wanderten weniger Menschen ein.

Im vergangenen Jahr sind weniger Menschen nach Deutschland gekommen als zuvor. 2025 seien insgesamt etwa 1,48 Millionen Menschen zugezogen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Das waren demnach 13 Prozent weniger als 2024. Die Zahl der Fortzüge sei um etwa zwei Prozent auf 1,25 Millionen Menschen gesunken.

Die sogenannte Nettozuwanderung – das Ergebnis aus Auswanderung und Einwanderung – lag bei 235.000 Menschen. Das sei ein Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so die Statistiker. Im Vorjahr lag die Nettozuwanderung noch bei rund 430.000 Menschen, nachdem 2022 ein Höchststand von 1,462 Millionen erreicht worden war.

Weniger Asylsuchende

Eine Ursache für den Rückgang der Einwanderungen sei, dass weniger Menschen aus den Hauptherkunftsländern der Asylsuchenden gekommen seien, erklärte das Bundesamt. So sei die Nettozuwanderung aus Syrien um 67 Prozent zurückgegangen, die aus Afghanistan um 41 Prozent. Aus der Ukraine wurde ein Rückgang von 21 Prozent registriert.

Nach Angaben der Statistiker kamen auch weniger Menschen aus Staaten der Europäischen Union nach Deutschland. Gleichzeitig verließen rund 97.000 Deutsche mehr das Land als zurückkehrten, im Vorjahr lag der Wanderungsverlust noch bei 81.000 Menschen. Hauptzielländer waren laut Statistikamt die Schweiz (23.000 Fortzüge), Österreich (14.000) und Spanien (10.000).

Brandenburg vorn, Berlin hinten

Innerhalb Deutschlands blieb die Zahl der Umzüge über Bundeslandgrenzen nahezu konstant. Rund 996.000 Wanderungen und damit 8.000 (1 Prozent) weniger als im Vorjahr wurden registriert. Vorne liegen hier Brandenburg (plus 9.000 Personen), gefolgt von Bayern und Schleswig-Holstein (je plus 8.000). Schlusslicht ist Berlin: 12.000 Menschen mehr verließen die Hauptstadt als hinzogen. Auch Thüringen (minus 6.000) und Nordrhein-Westfalen (minus 5.000) verloren Einwohnerinnen und Einwohner.

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