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Startseite»Nachrichten»Keine Lizenz für die 3. Liga: Zwangsabstieg fix: 1860 München muss in die Regionalliga
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Keine Lizenz für die 3. Liga: Zwangsabstieg fix: 1860 München muss in die Regionalliga

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Keine Lizenz für die 3. LigaZwangsabstieg fix: 1860 München muss in die Regionalliga

Investor Hasan Ismaik spricht von einem „traurigen Tag“. (Foto: IMAGO/Ulrich Wagner)

Der GAU für TSV 1860 München ist eingetreten. Weil das benötigte Geld nicht fließt, erhält der Klub keine Lizenz für die 3. Liga. Die Löwen spielen künftig in der Regionalliga.

Der Traditionsklub 1860 München hat die Lizenz für die 3. Fußball-Liga nicht erhalten und muss zum zweiten Mal nach 2017 den Gang in die Regionalliga antreten. Der Klub konnte bis zum Ablauf der Frist (17.00 Uhr) keinen Nachweis über die Deckung einer fehlenden Etat-Summe von 2,7 Millionen Euro erbringen. Der DFB muss den Fall noch abschließend prüfen. 

„Ursächlich dafür ist eine nicht erfüllte Finanzierungszusage unseres Gesellschafters Hasan Ismaik und der mit ihm verbundenen Unternehmen“, hieß es im Statement der Münchner. Investor Ismaik teilte der „Abendzeitung“ mit, dass dieser Mittwoch ein „trauriger Tag“ sei. 

Bitteres Déjà-vu für 1860 München

Die 1860-Geschäftsführung arbeite „eng mit erfahrenen Sachverständigen und Beratern aus den Bereichen Insolvenzrecht“ zusammen, hieß es weiter. „Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb unter Wahrung der Rechte und Interessen der Gesellschaft geordnet aufrechtzuerhalten und gemeinsam mit unseren Sponsoringpartnern eine tragfähige Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.“

Die sportlich für eine weitere Drittligasaison qualifizierten Münchnern erleben ein qualvolles Déjà-vu. Schon 2017 hatte Ismaik, der stets gegen die 50+1-Regel gewettert hat, um die Kontrolle über den Verein zu übernehmen, nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die für eine Lizenz in der 3. Liga nötige Zahlung von rund 10 Millionen Euro verweigert. Der TSV 1860 musste daraufhin in der Regionalliga einen Neuanfang unternehmen.

Diesmal kündigte Ismaik, der 2011 beim TSV eingestiegen war, erneut für die Lizenz notwendige Darlehensverträge und unterbreitete dem Mutterverein einen Forderungskatalog. Eine Einigung scheiterte.

Wer profitiert vom Aus der Löwen?

In der Regionalliga steht den Löwen ein sportlicher Neuaufbau mit deutlich niedrigerem Etat bevor. Ob Trainer Markus Kauczinski mit in die vierte Liga geht, ist offen. Ebenso könnte die Zusammenarbeit mit Sponsoren von der Ligazugehörigkeit abhängen. 

Auch auf die 3. Liga hat das Beben bei den Löwen Einfluss. Laut Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wäre der erste Absteiger TSV Havelse berechtigt, doch in der Liga zu bleiben. Der Klub bestätigte am Mittwoch, dass er sowohl beim DFB als auch beim Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) die erforderlichen Unterlagen für die 3. Liga beziehungsweise die Regionalliga Nord eingereicht habe. Als Heimspielstätte würde Havelse wie bereits in der vergangenen Saison das Eilenriedestadion nutzen, das zum Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 gehört. 

Besonders kurios: Die Löwen hatten auf ihrer Homepage kurz zuvor verkündet, dass die Sommervorbereitung in Oberösterreich stattfinde. Überdies seien bereits 10.000 Dauerkarten für die 3. Liga verschickt worden. Am Samstag soll am Münchner Flughafen im Beisein von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger als Ehrengast ein Fan-Shop eröffnet werden.

Quelle: ntv.de, msc/sid/dpa

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