Halbfinale bei French OpenZverev kämpft gegen den „Ice-Man“ um „goldene Chance“
Die French Open sind geprägt vom Favoritensterben. Nur einer bleibt übrig: Alexander Zverev. Noch ein Sieg trennt den deutschen Tennisprofi von seiner Chance auf den ersten French-Open-Titel.
Der deutsche Tennisstar Alexander Zverev spielt bei den French Open in Paris um den Finaleinzug. Der 29-Jährige tritt im ersten Halbfinale bei den Männern an diesem Freitag um 14.30 Uhr (Eurosport und bei ntv.de im Liveticker) auf dem Court Philippe Chatrier gegen den Tschechen Jakub Mensik an.
Zverev habe nun „eine goldene Chance“, sagte Boris Becker. Der dreimalige Wimbledon-Gewinner gab aber angesichts von zwei spielfreien Tagen auch zu bedenken: „Das Kopfkino geht natürlich jetzt los.“ Womöglich, so mutmaßte der Eurosport-Experte, fange Zverevs Kopf „langsam an, nachzudenken, was da passieren könnte“.
Und vielleicht auch darüber, was nicht passieren könnte – obwohl seine größten Konkurrenten Jannik Sinner und Novak Djokovic längst raus sind und Titelverteidiger Carlos Alcaraz verletzt fehlt. „Wenn er es jetzt nicht gewinnt“, sagte Tennis-Idol John McEnroe, „dann gewinnt er es wahrscheinlich nie“.
Der tschechische Weltranglisten-27. Mensik wähnt sich gut vorbereitet. „Je weiter das Turnier voranschreitet, desto besser spiele ich“, sagte „Ice-Man“ Mensik, der das bisher einzige Aufeinandertreffen beider Profis zuletzt in Madrid knapp verlor. In seinem jungen Alter hat er aber immerhin auch schon einen Titel vom Masters 2025 in Miami vorzuweisen.
„Ich freue mich auf diese Herausforderung“, sagte Mensik, der sich selbst als cool, freundlich, emotional beschreibt. Die Zehenentzündung, die ihn weite Teile der Sandplatzsaison einschränkte, hat er überwunden. Auch den Krampf, der ihn nach seinem beeindruckenden Viertelfinalerfolg gegen den Brasilianer Joao Fonseca bei der Pressekonferenz plagte, überstand er mit einem Lächeln.
