Kurz vor der Landtagswahl wollte das CDU-Präsidium dem Landesverband Sachsen-Anhalt den Rücken stärken und seine Klausur in Magdeburg abhalten. Doch das ist offenbar nicht gewünscht: Das Treffen Ende August wurde laut Medien abgesagt.
Eigentlich wollte die CDU-Spitze ihre Präsidiumsklausur Ende August in Magdeburg abhalten – Ort und Zeitpunkt waren explizit mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September gewählt worden. Nun sagte die Partei nach Medieninformationen jedoch das Treffen ab. Hintergrund der Entscheidung sei der Wunsch von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), den Fokus auf den Landtagswahlkampf zu legen, berichtete der Spiegel unter Berufung auf Parteikreise. Laut der Nachrichtenagentur dpa bestätigte eine Parteisprecherin auf Nachfrage den Bericht.
Demnach soll es im CDU-Landesverband Bedenken gegeben haben: Mit Blick auf die derzeit sinkende Zustimmung für die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz könne ein solches Treffen im Wahlkampf eher schaden. „Wir haben volles Verständnis dafür, dass für Sven Schulze im August die Schlussmobilisierung vorgeht, statt interne Gremiensitzungen abzuhalten“, zitierte der Spiegel aus der CDU-Spitze. Bundeskanzler Merz werde Schulze aber im Wahlkampf unterstützen, hieß es demnach weiter.
AfD liegt laut Umfragen deutlich vorne
Laut aktuellen Umfragen – wie dem Sachsen-AnhaltTrend vom Anfang Mai – liegt die AfD in Sachsen-Anhalt mit weitem Abstand auf dem ersten Platz und könnte mit mehr als 40 Prozent der Stimmen rechnen. Der Landesverband wird seit 2023 vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Die Christdemokraten liegen deutlich hinter der AfD und stehen in den Umfragen bei 24 bis 26 Prozent.
