Tränen-TriumphAlexander Zverev gewinnt endlich Grand-Slam-Titel
Im 41. Anlauf erreicht Alexander Zverev sein großes Ziel: Der Hamburger gewinnt gegen Flavio Cobolli die French Open und damit sein erstes Grand-Slam-Turnier. Nach dem Matchball fließen Tränen.
Alexander Zverev hat die French Open gewonnen und den ersten deutschen Grand-Slam-Sieg im Männer-Einzel seit Boris Becker vor 30 Jahren gefeiert. Der Hamburger setzte sich in einem umkämpften Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1 durch. Im 41. Anlauf jubelte Zverev erstmals über einen Triumph bei einem der vier größten Turniere.
Zverev ist der erste deutsche French-Open-Sieger nach Henner Henkel 1937 und der erste deutsche Grand-Slam-Champion im Männer-Einzel seit Beckers Erfolg 1996 bei den Australian Open. Seit Beginn der Open-Era 1968 ist der Tokio-Olympiasieger nach Becker (6 Grand Slams) und Michael Stich (1) der erst dritte Deutsche, der sich bei einem Major bei den Männern durchsetzte.
„Ich will meine Karriere sicher nicht als der beste Spieler beenden, der nie einen Grand-Slam gewonnen hat“, hatte Zverev im Januar 2025 auf dem Center Court von Melbourne verkündet, nachdem er zuvor von Jannik Sinner im Finale der Australian Open schwer geschlagen worden war. „Tennis besteht aus Grand Slams. Grand Slams sind Tennis-Geschichte. Dafür spielst du“, hatte er 2023 bei den French Open gesagt. Nun hat er sein Sehnsuchtsziel erreicht.
Der Weltranglistendritte erhält für seinen Sieg ein Preisgeld in Höhe von 2,8 Millionen Euro. In seinem ersten French-Open-Finale hatte er 2024 gegen den Spanier Carlos Alcaraz verloren. Zudem unterlag er 2020 bei den US Open Dominic Thiem aus Österreich und bei den Australian Open 2025 der italienische Nummer eins der Welt Jannik Sinner.
Gegen Cobolli begann Zverev stark und dominierte mit seinem Aufschlag und wuchtiger Rückhand. Auch im zweiten Satz fehlte nicht viel, aber Cobolli legte zu und verdiente sich den Ausgleich. Nun nahm die Spannung zu, Zverev brachte das Momentum wieder auf seine Seite, konnte das Match im vierten Satz aber nicht zumachen. Im entscheidenden Durchgang zog er dann schnell mit zwei Breaks Vorsprung davon. Cobolli steckte nicht auf, konnte Zverev aber nicht mehr stoppen. Nach dem Matchball sank Zverev auf den Boden – und ließ den Tränen der Erleichterung freien Lauf.
