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Startseite»Politik»Mindestens 15 Tote bei Bootsunglück auf Kariba-Stausee in Simbabwe
Politik

Mindestens 15 Tote bei Bootsunglück auf Kariba-Stausee in Simbabwe

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 12.08.2026 • 11:14 Uhr

Nach einem Bootsunglück auf dem Kariba-See an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia laufen die Rettungsarbeiten. Mindestens 15 Menschen sind ums Leben gekommen. Noch immer werden zahlreiche Passagiere vermisst.

Bei einem Fährunglück auf dem Kariba-Stausee in Simbabwe sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Katastrophenschutzbehörde des Landes mitteilte, wurden 27 weitere Passagiere nach der Havarie am Dienstag noch immer vermisst. 77 Menschen seien gerettet worden und hätten eine kleine Insel im See erreicht. Boote seien unterwegs, um die Überlebenden zurückzubringen.

Ersten Erkenntnissen zufolge war die Fähre überladen. Nach Angaben des Zivilschutzes befanden sich laut den verkauften Fahrkarten neben fünf Besatzungsmitgliedern mindestens 114 erwachsene Passagiere an Bord. Zusätzlich könnten sich Kinder auf der Fähre befunden haben, die wegen ihres Alters kein Ticket benötigten. Ausgelegt war das Schiff den Angaben zufolge für lediglich 90 Menschen.

Nach dem Kentern der Fähre wurde Passagiere mit Booten gerettet.

Fähre geriet bei starkem Wind in Seenot

Polizei, Armee und Katastrophenschutz waren die ganze Nacht im Einsatz. Mit Booten, Tauchern und Hubschraubern wird weiter nach Vermissten gesucht. Die Fähre war bereits gestern Nachmittag im östlichen Teil des Lake Kariba bei starkem Wind in Seenot geraten und gekentert. Nun soll eine Untersuchung klären, warum das Schiff trotz Wind-Warnungen ausgelaufen ist. Auch ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden ist bislang nicht klar.

Auch soll das Boot technisch nicht im besten Zustand gewesen sein. Die örtliche Abgeordnete Mutsa Murombedzi veröffentlichte ein Video von der Abfahrt der offenbar älteren Fähre. Das Schiff wird von der staatlichen Agentur für ländliche Entwicklung betrieben.

Größter künstlich angelegter See der Welt

Der Kariba-See liegt an Simbabwes Grenze zu Sambia, mehr als 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Harare. Die gekenterte Fähre verbindet die Stadt Kariba mit mehreren Inseln und Fischerdörfern.

Gemessen an seinem Volumen ist der Kariba-See der größte künstlich angelegte See der Welt. Er entstand Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre durch den Bau eines Staudamms am Sambesi. Der mehr als 200 Kilometer lange See ist an manchen Stellen bis zu 40 Kilometer breit. Die Grenze zwischen Simbabwe und Sambia verläuft durch seine Mitte.

Mit Informationen von Stephan Ueberbach, ARD Johannesburg

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