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Startseite»Politik»Crew der Mondmission Artemis 3 steht, doch die Probleme bleiben
Politik

Crew der Mondmission Artemis 3 steht, doch die Probleme bleiben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.06.2026 • 17:14 Uhr

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat die vier Astronauten für die nächste Artemis-Mondmission präsentiert. Schon im kommenden Jahr soll es losgehen. Doch Fachleute sehen noch einige Schwierigkeiten.

Kerstin Klein

NASA-Chef Jared Isaacman präsentiert die vier Astronauten für die Artemis-3-Mission. Es sind: drei US-Amerikaner – Randy Bresnik, als Kommandant der Mission, Andre Douglas und Frank Rubio als Mission Specialist. Und als erster europäischer Astronaut im Artemis-Programm der Italiener Luca Parmitano. Er wird als Pilot die Raumkapsel steuern. Parmitano bringe einen Hauch italienischer Leichtigkeit an Bord, scherzt Josef Aschenbacher, Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

In der Artemis-2-Mission sind im Frühjahr zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen um den Mond geflogen. Mit Artemis 3 sollten ursprünglich wieder Menschen auf dem Mond landen. Doch nun wird die Mission zu einem Zwischenschritt. Dabei soll ein sogenanntes Rendezvous und das Andocken von zwei Mondlandefähren an die Orion-Raumkapsel getestet werden – und zwar nicht in der Nähe des Mondes, sondern in der Erdumlaufbahn.

„Wirklich schweres Unterfangen“

Eine weise Entscheidung, urteilt Michael Summers. Er ist Astrophysiker an der George Mason University und sagt: „Es klingt so einfach: Rendezvous und Andocken. Aber das ist schwer! Software, Hardware – du musst alles testen.“ Er habe sich daher gefreut, als die NASA entschieden hat, das erst einmal in der Erdumlaufbahn zu tun, anstatt direkt Astronauten zum Südpol des Mondes zu schicken. Das sei ein „wirklich schweres Unterfangen“.

Schon im kommenden Jahr soll die Artemis-3-Mission starten. Doch es gibt ein Problem: Die Entwicklung der Mondlandefähren verzögert sich. Eine entwickelt das Unternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos, die andere das Unternehmen SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk. Und auch die beiden Trägerraketen, die die Mondlandefähren zum Rendezvous ins All bringen sollen, fliegen noch nicht zuverlässig. Gerade kürzlich ist die von Blue Origin explodiert, die von SpaceX explodiert immer wieder.

Kommerzielle Unternehmen nicht automatisch besser

Es gebe Probleme, sagt auch Astrophysiker Summers. Es sei eben nicht so, dass kommerzielle Unternehmen automatisch besser, schneller und billiger seien als die NASA selbst. „Wenn kommerzielle Unternehmen das machen, hat das eine gute und eine schlechte Seite. Die gute Seite ist, dass sie viel effizienter sein können. Sie haben nicht so viel Bürokratie. Aber der Nachteil ist, dass sie weniger Erfahrung mitbringen als die NASA.“

Ihr habt jetzt die Kontrolle, sagt Artemis-2-Kommandant Ride Wisemann, als er symbolisch den Staffelstab an die Artemis-3-Crew übergibt. Die soll nun den Weg ebnen, damit mit Artemis 4 tatsächlich wieder Menschen auf dem Mond landen. Frühestens 2028 soll das der Fall sein. Doch wirklich realistisch scheint das nicht.

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