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Startseite»Nachrichten»März läuft besonders mies: Insolvenzen steigen im ersten Quartal um 6,5 Prozent
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März läuft besonders mies: Insolvenzen steigen im ersten Quartal um 6,5 Prozent

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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März läuft besonders miesInsolvenzen steigen im ersten Quartal um 6,5 Prozent

Die Forderungen der Gläubiger haben sich mehr als halbiert. (Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Die wirtschaftliche Krise führt bei einigen Großkonzernen zu Tausenden Entlassungen. Vielen kleinen Unternehmen bleibt es nicht bei Kündigungen. 6275 von ihnen müssen Insolvenz anmelden. Dabei trifft es eine Branche besonders hart.

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im ersten Quartal deutlich gestiegen. 6275 Unternehmensinsolvenzen wurden bei den Amtsgerichten beantragt und damit 6,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Trend wies zuletzt deutlich nach oben: Im März allein stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 15,8 Prozent.

Am stärksten betroffen von der Entwicklung war der Bereich „Verkehr und Lagerei“. Auf diesen Sektor entfiel im ersten Quartal mit 32,1 Fällen je 10.000 Unternehmen die höchste Insolvenzhäufigkeit, gefolgt vom Gastgewerbe und dem Baugewerbe. Die Forderungen der Gläubiger sanken jedoch trotz der gestiegenen Fallzahlen deutlich, und zwar von 19,9 Milliarden im Vorjahresquartal auf rund 9,3 Milliarden Euro. Grund dafür war den Statistikern zufolge, dass dieses Mal weniger wirtschaftlich bedeutende Firmen Insolvenz anmeldeten.

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet wegen der mauen Konjunktur auch im Gesamtjahr mit mehr Firmenpleiten. „Es wird auch 2026 wieder mehr Insolvenzen und vor allem Schließungen geben“, sagte Creditreform-Chefökonom Patrik-Ludwig Hantzsch kürzlich der Nachrichtenagentur Reuters. Eine konkrete Zahl könne er aber nicht nennen. Es komme auch nicht nur darauf an, wie viele in die Pleite rutschten, sondern vor allem darauf, wen es treffe. „Besonders besorgniserregend ist derzeit, dass viele Unternehmen und Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe trotz eigentlich gesunder Unternehmensstruktur aus dem Markt austreten müssen.“

Auch bei den Verbrauchern hat die Zahl der Insolvenzen in den ersten drei Monaten zugelegt. Sie stieg um sechs Prozent auf 19.679 Fälle, wie die Statistiker weiter mitteilten. Allein im März lag der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar bei 18,9 Prozent.

Quelle: ntv.de, als/rts

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