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Startseite»Nachrichten»Kremlchef gibt sich siegesgewiss: Soldaten beklagen sich bei Putin über ukrainische Drohnen
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Kremlchef gibt sich siegesgewiss: Soldaten beklagen sich bei Putin über ukrainische Drohnen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kremlchef gibt sich siegesgewissSoldaten beklagen sich bei Putin über ukrainische Drohnen

Putin im Gespräch mit Soldaten im Kreml. (Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Bei einer Audienz in Moskau sprechen russische Soldaten Präsident Putin auf die wachsende Gefahr durch ukrainische Drohnen an. Der Kremlchef räumt ein, dass die Luftangriffe wirtschaftliche Folgen haben. Auch Moskau müsse besser geschützt werden, fordert er.

Die russische Armee hat nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin mehr als 700.000 Soldaten im Einsatz im Gebiet des Ukraine-Kriegs. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags, bei dem auch Verteidigungsminister Andrej Beloussow dabei war.

Vor den Soldaten gab sich der russische Staatschef weiter siegesgewiss in dem vor mehr als vier Jahren von ihm befohlenen Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Schritt für Schritt, nicht so schnell wie wir gern würden, aber wir schreiten trotzdem voran, wir schreiten jeden Tag voran“, sagte Putin. Außerdem drohte er, Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur auszuweiten, um der Ukraine „die Lust zu nehmen“, zivile Objekte in Russland anzugreifen.

Schon im Dezember hatte er bei seiner Jahrespressekonferenz und Bürgersprechstunde von rund 700.000 Soldaten im Gebiet des Ukraine-Kriegs gesprochen. Damals sagte er, es handele sich überwiegend um junge Leute, darunter die Generationen der 1990er Jahre. Die Soldaten sprachen viel über Probleme durch Drohnen, die das ukrainische Militär einsetze und dafür auch das Satellitenkommunikationsnetz Starlink nutze. Dazu hatte Russland Anfang des Jahres den Zugang verloren.

Putin räumte ein, dass die Ukraine den Einsatz von Drohnen verstärkt habe, um die russische Gesellschaft zu spalten. Doch das gelinge nicht. Der Kremlchef gestand, dass die ukrainischen Luftangriffe in der jüngsten Zeit „wirtschaftlichen Schaden verursacht hätten. Die betroffenen Einrichtungen hätten aber „schnell wiederhergestellt“ werden können. Ferner forderte er, dass die Luftabwehr in Moskau verstärkt werden müsse. Zudem erklärte Putin, dass Russland Drohnen mit künstlicher Intelligenz entwickle und ein eigenes Satellitennetz in niedriger Umlaufbahn aufbaue. Technisch sei das Problem gelöst, es gehe nur um die Erweiterung.

Kiews Militär setzt bei seinen Gegenangriffen seit Monaten auf Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie und bringt Moskau damit zunehmend in Bedrängnis. Russische Besatzungsbehörden schränkten zuletzt die Ausgabe von Benzin ein und der Export von Kerosin aus Russland wurde zunächst bis Ende November untersagt.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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