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Startseite»Nachrichten»Kursänderung gegenüber Peking?: Chinas Handelspolitik kostet Deutschland Hunderttausende Arbeitsplätze
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Kursänderung gegenüber Peking?: Chinas Handelspolitik kostet Deutschland Hunderttausende Arbeitsplätze

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kursänderung gegenüber Peking?Chinas Handelspolitik kostet Deutschland Hunderttausende Arbeitsplätze

Die Luftaufnahme einer Drohne zeigt ein Containerschiff. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

In Deutschland wächst die Furcht vor einer Deindustrialisierung, jedes Jahr gehen Zehntausende Arbeitsplätze verloren. Neue Zahlen zeigen, in welchem Umfang einer der wichtigsten Handelspartner dafür verantwortlich ist. Einem Bericht zufolge erwägt Berlin nun schärfere Gegenmaßnahmen.

Neuen Berechnungen zufolge dürfte Deutschland zwischen 2019 und 2025 nur wegen Chinas Handelspolitik etwa 400.000 Arbeitsplätze in der Industrie verloren haben. „Das Gros der Deindustrialisierung in Deutschland ist damit auf China zurückzuführen, sagte IW-Forscher Jürgen Matthes dem „Handelsblatt“, das über die Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) berichtet.

Dem Bericht zufolge führen die wachsenden Arbeitsplatzverluste zu einem Kurswechsel in Deutschland und der EU gegenüber China. Demnach „dürften die Regierungschefs auf dem EU-Gipfel am Donnerstag die EU-Kommission beauftragen, ein Konzept für umfassende Schutzzölle gegen chinesische Importe zu entwickeln“, heißt es. Vor allem in Deutschland zeichne sich ein Kursschwenk ab.

„Wir müssen zeigen, dass wir bereit sind, uns zu wehren“, zitiert die Zeitung einen deutschen Spitzenbeamten. Die Situation sei nicht mehr zu tolerieren. Laut „Handelsblatt“ hat Deutschland in Brüssel jahrelang gebremst, wenn die EU „gegen die unlautere Handelspolitik Chinas“ zurückschlagen wollte. Zu sehr habe der Handel mit China zum Wohlstand in Deutschland beigetragen. Nun sei es jedoch auch bei Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Umdenken gekommen.

Der Kanzler betonte zuletzt, dass der EU-Gipfel über die Handelspolitik sprechen werde. „Wir schützen unsere Interessen und unsere Wirtschaft gegen wettbewerbsverzerrende Handelspraktiken anderer Staaten“, sagte er. „Wir werden auch im Europäischen Rat (…) darüber sprechen, wie wir unseren Instrumentenkasten in der Europäischen Union anreichern können“, kündigte er an.

Hintergrund ist der Vorwurf an China, subventionierte Überkapazitäten auf den Weltmarkt zu pressen. Bislang drängten vor allem Frankreich, Italien und Spanien die EU, die Handelsmaßnahmen zu überarbeiten, um den Block wirksamer gegen übermäßig billige Importe zu verteidigen. Deutschland sah dies bislang eher skeptisch.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP/rts

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