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Startseite»Nachrichten»Teil einer Kampagne aus Moskau?: Bericht: Russland steckte hinter Starmer-Brandanschlägen
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Teil einer Kampagne aus Moskau?: Bericht: Russland steckte hinter Starmer-Brandanschlägen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Teil einer Kampagne aus Moskau?Bericht: Russland steckte hinter Starmer-Brandanschlägen

Ein junger Ukrainer soll Feuer am Haus von Keir Starmer gelegt haben. (Foto: picture alliance / empics)

Die britische Regierung gehört zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland. Recherchen von Journalisten legen nun nahe, dass der russische Staat aktiv zur Spaltung der britischen Bevölkerung beiträgt – und dabei auch den Regierungschef im Visier hat.

Britischen Medienberichten zufolge ist der russische Staat für eine Reihe von Anschlägen und Sabotageakten im Vereinigten Königreich verantwortlich, darunter drei versuchte Brandanschläge mit Verbindung zu Regierungschef Keir Starmer. Wie etwa die BBC berichtet, wurde für einen der Anschläge auf das Haus des Premiers ein 22-jähriger ukrainischer Bauarbeiter rekrutiert, der vor dem Feuerlegen so gut wie nichts über sein Ziel gewusst habe. Der Drahtzieher sei ein junger russischer Diplomat gewesen, der Sohn eines hochrangigen Beamten sei und somit den höchsten Machtkreisen in Moskau nahe stehe.

Dem Bericht zufolge wurde der Ukrainer heute wegen Verschwörung zur Brandstiftung verurteilt. Demnach hatte ihm sein Auftraggeber in einer Nachricht folgenden Hinweis gegeben: „Hör mal, du hast das Haus einer sehr hochrangigen Person in Großbritannien angegriffen. Ich schicke dir Geld, du musst die Stadt verlassen.“

Insgesamt habe es drei versuchte Brandanschläge mit Verbindung zu Starmer gegeben: Im Norden Londons sei im vergangenen Jahr ein Auto, das zuvor dem Premier gehört habe, in Brand gesetzt worden. Auch am Eingang zu Wohngebäuden, in denen Starmer früher gelebt habe, sei ein Feuer gelegt worden. Laut BBC wurde neben dem ukrainischen Bauarbeiter auch ein in der Ukraine geborener rumänischer Staatsbürger vor Gericht verurteilt.

Eine Recherche habe ergeben, dass die Brandanschläge „ein Teil einer umfangreichen Kampagne aus Sabotage, Provokation und Lügen war, die bis in den russischen Staat hineinreichte“, schreibt der Sender.

Russische Agenten hätten ihre Sabotage- und Provokationskampagne aus der Ferne über soziale Medien und die Messenger-App Telegram durchgeführt. Laut BBC gründeten sie dabei auch gefälschte rechtsextreme und muslimische Online-Gruppen, um Vandalismusakte im Vereinigten Königreich zu organisieren und die britische Gesellschaft zu spalten.

Von Russland aus betriebene Konten hätten Lügen über das Motiv für die Brandanschläge auf Starmer verbreitet, die von Persönlichkeiten wie dem rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson geteilt worden seien. Im vergangenen Jahr seien alleine in London sechs Moscheen und eine islamische Schule mit islamfeindlichen Graffitis besprüht worden, nachdem in einer solchen Online-Gruppe eine Belohnung dafür ausgesetzt worden sei.

Die russische Botschaft in London wies „jeden Versuch zurück, Russland oder sein Außenministerium mit rechtswidrigen Aktivitäten in Verbindung zu bringen“. Russland stelle keine Bedrohung für das Vereinigte Königreich oder dessen Bevölkerung dar.

Quelle: ntv.de, dsc

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