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Startseite»Nachrichten»„White-Power“-Symbol?: VAR muss sich bei FIFA für umstrittene Geste erklären
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„White-Power“-Symbol?: VAR muss sich bei FIFA für umstrittene Geste erklären

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 15, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„White-Power“-Symbol?

VAR muss sich bei FIFA für umstrittene Geste erklären

15.06.2026 | 18:59 Uhr

Vor dem deutschen WM-Start gegen Curacao zeigt VAR Shaun Evans eine Geste, die als rechtsextrem gilt. Ein Antidiskriminierungsnetzwerk fordert sein WM-Aus, die FIFA will eine Erklärung.

Wegen der auffälligen Geste des Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) Shaun Evans vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Curacao (7:1) am Sonntag fordert der Fußball-Weltverband FIFA offenbar, dass sich der Unparteiische erklärt. Dies berichtet die „BBC“ und beruft sich dabei auf mit dem Fall vertraute Quellen. Eine Stellungnahme des Weltverbandes gab es zunächst nicht.

Vor dem Anpfiff wurden der 38-jährige Australier und seine Kollegen im VAR-Raum gezeigt, dabei bildete Evans mit den Fingern seiner rechten Hand ein Zeichen, das als rechtsextremes Symbol der „White-Power“-Bewegung gelesen werden kann. Die Geste wird in vielen Ländern allerdings auch als „Okay“-Zeichen verwendet. Dasselbe bedeutet die Geste beim Tauchen. Vor allem bei jüngeren Menschen ist auch ein Spiel rund um die Geste bekannt: Formt einer das Handzeichen und schaut dann ein anderer in den geformten Kreis hinein, darf der Zeichengeber ihm spielerisch einen Schlag verpassen.

Harmlos oder rechtsextrem? Diese Geste erregt die Gemüter.

Football Against Racism fordert WM-Aus

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Football Against Racism in Europe (FARE) kritisierte den Vorfall und forderte Konsequenzen. „Ein weltweites Fernsehpublikum sollte nicht damit konfrontiert werden, dass rechtsextreme Personen Neonazi-Symbole verwenden, während es sich darauf vorbereitet, ein Spiel zu verfolgen. Es ist klar, dass dieser Offizielle bei dieser Weltmeisterschaft keine weitere Rolle mehr spielen sollte“, heißt es in einer Stellungnahme.

Bei den nachfolgenden WM-Spielen am Sonntag (Ortszeit) schauten die Video-Assistenten bei ihrer Vorstellung nicht in die Kamera. Ihre Namen waren zwar weiterhin eingeblendet, aber sie blickten auf ihre Monitore. Evans steht seit 2017 auf der FIFA-Schiedsrichterliste, bereits bei der WM 2022 in Katar war er als Video-Referee im Einsatz.

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Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid

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