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Startseite»Nachrichten»Millionen in den Sand gesetzt?: Von Trump renoviertes Wasserbecken wieder von Algen befallen
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Millionen in den Sand gesetzt?: Von Trump renoviertes Wasserbecken wieder von Algen befallen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Millionen in den Sand gesetzt?Von Trump renoviertes Wasserbecken wieder von Algen befallen

Die Enten in Washington scheinen sich nicht an der Farbe des Pools zu stören. (Foto: AFP)

Präsident Trump gibt fast 15 Millionen Dollar aus, um den „Reflecting Pool“ in der US-Hauptstadt zu säubern. Eigentlich soll er im Blau der amerikanischen Flagge strahlen, doch er mutet nun wieder Algengrün an. Während die Behörden unter Hochdruck arbeiten, wird selbst die Wahrnehmung des Pools zum Politikum.

Algen-grün statt Amerika-blau: Das gerade erst auf Veranlassung von US-Präsident Donald Trump renovierte Wasserbecken am Lincoln-Denkmal in Washington ist erneut von Algen befallen. Obwohl Arbeiter das Becken wiederholt säuberten, schimmerte es erneut grünlich. Trump hatte versprochen, es werde nach einem Bodenanstrich mit Pool-Farbe „Amerikaflaggen-blau“ leuchten.

Ein Journalist verbreitete am frühen Morgen (Ortszeit) ein Video, in dem Arbeiter eine Flüssigkeit in das Becken kippen. Dabei handelt es sich offenbar um Wasserstoffperoxid, das zur Algenbekämpfung genutzt wird.

Die Algenblüte ist angesichts der oft schwülwarmen Temperaturen in der US-Hauptstadt bereits seit Eröffnung des Beckens 1922 ein Problem. Was Enten freut, erzürnte Trump vor den anstehenden Feiern zum 250. Gründungstag der USA am 4. Juli. Er warf seinen Vorgängern von der Demokratischen Partei vor, sie hätten den „widerlichen“ und „dreckigen“ Zustand des Beckens jahrelang geduldet.

Der Immobilienmogul ließ das Becken deshalb entleeren und den grauen Boden mit Pool-Farbe streichen. Presseberichten zufolge kostete dies 14,2 Millionen Dollar (gut zwölf Millionen Euro) – fast zehnmal so viel wie von Trump angegeben. Washington sehe „besser aus denn je“, jubelte das Weiße Haus, als am 4. Juni wieder Wasser eingelassen wurde.

Der sogenannte Reflecting Pool ist ein Wahrzeichen Washingtons und ein beliebtes Fotomotiv. Darin spiegeln sich das Lincoln-Denkmal und der Obelisk zum Gedenken an den ersten US-Präsidenten George Washington.

„Demokraten werden behaupten, es gäbe Grünalgen“

Abhilfe gegen die Algen soll nach Angaben des US-Innenministeriums nun ein sogenannter „Nanobubbler“ schaffen. Das Gerät – auch Nanoblasengenerator genannt – erzeugt Millionen kleinster Bläschen, die Sauerstoff ins Wasser transportieren und damit eine Algenblüte verhindern sollen. „Wir danken Präsident Trump dafür, dass er den Reflecting Pool ein für alle Mal repariert hat“, zitierte die „New York Times“ eine Sprecherin des Innenministeriums.

Die Wahrnehmung des Pools ist nun offenbar auch eine Frage der politischen Überzeugung geworden. Auf X machten sich Nutzer über einen Beitrag des konservativen TV-Senders Fox News lustig, in dem ein Reporter vor dem grünlich aussehenden Wasserbecken steht und sagt: „Er ist in dem Blau der amerikanischen Flagge gestrichen. Die Demokraten werden behaupten, es gäbe dort Grünalgen, es sieht so schlecht aus. Aber gerade sind die Beckenpfleger dabei, ihn zu säubern. Kein anderer Präsident würde so etwas tun.“

Trump lässt Washington an mehreren Stellen umgestalten, um sich ein Denkmal zu setzen. Unter anderem ließ er den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um an dessen Stelle einen Ballsaal zu bauen. Zudem will er einen riesigen Triumphbogen errichten lassen. Dieser soll fast drei Mal so hoch werden wie das Brandenburger Tor in Berlin und anderthalb Mal so hoch wie der Pariser Triumphbogen.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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