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Startseite»Nachrichten»Verbindliche Zinsangaben: Das sind die besten Ratenkredite für jedermann
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Verbindliche Zinsangaben: Das sind die besten Ratenkredite für jedermann

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Verbindliche ZinsangabenDas sind die besten Ratenkredite für jedermann

Die Banken prüfen die finanziellen Möglichkeiten potenzieller Ratenkreditnehmer sehr genau. (Foto: imago/allOver-MEV)

Die Inflation könnte sich mittelfristig bei vier bis fünf Prozent einpendeln. In einer solchen Lage ist es verlockend, teure Konsumgüter per Kredit zu finanzieren. Doch ausgerechnet jene Angebote, die mit den besten Zinsen werben, können in der Praxis teuer werden, warnen die Finanzexperten von FMH.

Alles wird teurer – nur Ratenkredite, so scheint es, gibt es fast umsonst. Dieser Eindruck kann zumindest entstehen, wenn man die Werbung betrachtet. Wer sich einen Konsumwunsch erfüllen will, so die Botschaft von Ratenkreditvermittlern, dem leiht die Bank das Geld ab 0,68 Prozent effektivem Jahreszins.

Angesichts solcher Konditionen könnte der eine oder andere Konsument sich fast dazu animiert fühlen, selbst dann auf Pump zu kaufen, wenn dies eigentlich nicht nötig ist. Denn wer einen Ratenkredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren zu 0,68 Prozent aufnimmt und den Kreditbetrag auf einem Festgeldkonto mit drei Prozent parkt, erwirtschaftet auf diese Weise einen sicheren Gewinn.

Diese Logik hat in der Praxis nur leider einen gewaltigen Schönheitsfehler: Erstens sind Kredite in der Regel nicht optimal für den Schufa-Score. Und zweitens erhalten leider nicht alle Interessenten die beworbenen Spitzenzinsen, sondern nur eine sehr überschaubare Personengruppe.

Spitzenzinsen erhalten nur die, die sie nicht brauchen

Der Grund: Die Top-Zinsen bei Ratenkreditzinsen sind daran gekoppelt, dass die Kreditnehmer die bestmögliche Bonität aufweisen. Die aber bringen nur die allerwenigsten Kunden mit. Um es überspitzt auszudrücken: Menschen, deren Kaufkraft so exzellent ist, dass sie von den Banken zu Mini-Zinsen Geld leihen können, werden wegen einer Anschaffung für 20.000 Euro normalerweise keinen Kredit in Anspruch nehmen wollen.

Entsprechend prüfen die Banken die finanziellen Möglichkeiten potenzieller Ratenkreditnehmer sehr genau. Die Folge: Das Gros der Kunden zahlt deutlich höhere Zinsen als die beworbenen Minizinsen.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Anbieter von Ratenkrediten von bonitätsabhängigen Zinsangeboten verpflichtet, auch einen Zinssatz zu veröffentlichen, den zwei Drittel der Kunden realistischerweise erhalten. Das macht bonitätsabhängige Ratenkreditangebote transparenter und ehrlicher, da die Kunden dadurch den Zinssatz erfahren, den sie mit einiger Wahrscheinlichkeit auch bekommen können.

Bedrohte Spezies: der Ratenkredit mit verbindlichem Zinssatz

Es gibt zwar noch eine zweite Variante von Ratenkrediten, nämlich jene, bei denen die Bonität der Kunden keinen Einfluss auf die Konditionen des Darlehens hat. Je nachdem, ob die Bank davon ausgeht, dass der Interessent seine Schulden zurückzahlen kann oder nicht, gewährt sie den Kredit – oder eben nicht.

Der Vorteil dieses Vorgehens: Jeder Kunde, der den Kredit erhält, bekommt genau die Zinsen, die die Banken in ihren Angeboten veröffentlichen. Leider werden solche Offerten immer seltener, weil die Banken lieber jedem Kunden ein Kreditangebot unterbreiten – abhängig von der jeweiligen Bonitätseinschätzung.

Gerade für all jene, die eher knapp bei Kasse sind und deshalb auf Pump kaufen wollen (oder müssen), ist diese Entwicklung gefährlich. Für diese Klientel-Gruppe wäre es oft besser, eine klare Absage zu erhalten und die Anschaffung nochmals zu überdenken, statt den Kredit zwar zu bekommen – nur eben nicht für die beworbenen 0,68 Prozent, sondern vielleicht zu 14,99 Prozent. Denn so verteuert sich ein Darlehen über 10.000 Euro bei einer Laufzeit von 60 Monaten um stolze 38 Prozent: Der finanziell klamme Kunde zahlt statt 169 Euro eine monatliche Rate von 233 Euro. Seine Gesamtkosten steigen im Vergleich zum beworbenen Angebot um 3800 Euro.

Wo finden Kunden die besten Kredite mit verbindlichen Zinsangaben?

Die FMH-Finanzberatung hält bonitätsunabhängige Ratenkredite daher für die faireren Produkte. Doch welche Banken haben sie noch im Angebot? Und wo finden Kunden in Sachen Ratenkredit insgesamt die besten Konditionen vor?

Das haben die Frankfurter Experten im Auftrag von ntv ermittelt. Das erfreuliche Ergebnis: Unter den Top 10 gibt es immerhin vier Banken, die sehr gute Ratenkredite mit verbindlichen Zinssätzen anbieten: die EthikBank, die PSD Bank West und die Deutsche Skatbank erhalten die Bestnote für ihre bonitätsunabhängigem Kreditofferten. Die Sparda-Bank Südwest bekommt ein „sehr gut“ für das beste Zinsangebot, das zwei Drittel der Kunden erhalten können.

Mit „gut“ bewertet wurden die bonitätsunabhängigen Angebote der PSD Bank Rhein-Ruhr und der Sparda Bank Hamburg. Ebenfalls ein „gut“ erhielten die Zwei-Drittel-Angebote von BBBank, HypoVereinsbank, SKG Bank und Commerzbank.

Quelle: ntv.de, awi

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