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Startseite»Politik»Apple: KI-Boom treibt iPhone-Preise nach oben
Politik

Apple: KI-Boom treibt iPhone-Preise nach oben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 18.06.2026 • 10:24 Uhr

Künstliche Intelligenz hebt Smartphones noch einmal auf ein ganz anderes Level. Doch das treibt auch die Kosten bei der Entwicklung und Produktion nach oben. Marktführer Apple kündigt nun Preiserhöhungen für iPhones und weitere Produkte an.

Apple will wegen der stark gestiegenen Kosten für Speicherchips seine Preise erhöhen. „Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich“, sagte Konzernchef Tim Cook dem Wall Street Journal. Apple versuche zwar, die enormen Kostensteigerungen abzufedern und seine Kundinnen und Kunden davor zu schützen. Doch die Situation sei inzwischen nicht mehr tragbar.

Wann die Preise steigen, welche Produkte genau betroffen sind und wie hoch die Aufschläge ausfallen werden, ließ Cook aber noch offen. Die nächste große Produktvorstellung wird im September erwartet. Dann dürfte Apple unter anderem die Modelle iPhone 18 Pro und Pro Max präsentieren. Außerdem wird mit einem faltbaren iPhone gerechnet.

KI-Rechenzentren treiben Chippreise hoch

Hintergrund ist der weltweite Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Sie benötigen große Mengen an Speicherchips. Hersteller richten ihre Produktion deshalb verstärkt auf besonders leistungsfähige Speicher für KI-Server aus. Dadurch wird das Angebot für Smartphones, Computer und andere Verbrauchergeräte knapper.

Nach Angaben des Wall Street Journal haben sich die Preise für Speicher- und Datenspeicherchips seit dem vergangenen Jahr vervierfacht. Betroffen sind vor allem DRAM-Arbeitsspeicher und NAND-Speicher. Smartphones benötigen DRAM etwa für laufende Apps und NAND für Fotos, Videos und andere Daten.

Wie viel teurer könnte das iPhone werden?

Die Analyseplattform TechInsights hat für das Wall Street Journal modelliert, was die höheren Chipkosten für das nächste iPhone Pro bedeuten könnten. Wollte Apple seine bisherige Rohgewinnmarge von fast 50 Prozent halten, müsste der Konzern demnach theoretisch rund 270 Dollar auf den Preis aufschlagen. Das entspricht etwa 233 Euro.

Das aktuelle iPhone 17 verkauft Apple in Deutschland ab 949 Euro. Das besser ausgestattete iPhone 17 Pro kostet ab 1.299 Euro. Cook ließ ausdrücklich offen, ob neben iPhones auch Macs, iPads oder andere Produkte teurer werden. Dem WSJ zufolge könnten Preiserhöhungen bei Macs und iPads sogar früher erfolgen.

Nintendo, HP und Dell haben höhere Preise bereits erhöht

Andere Elektronikhersteller geben die höheren Kosten bereits an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Das Wall Street Journal nennt unter anderem HP, Dell und Nintendo. Reuters berichtete zudem über Preiserhöhungen bei HP und dem Computerhersteller Raspberry Pi sowie über entsprechende Pläne weiterer Anbieter.

Apple prüft nach Angaben Cooks nun auch, wie sich zusätzliche Lieferquellen erschließen lassen. China verfügt über große Speicherchip-Hersteller; für US-Unternehmen gelten bei einer Zusammenarbeit allerdings strenge Beschränkungen.

Auf die Frage, ob die US-Beschränkungen für die Zusammenarbeit mit chinesischen Speicherchip-Herstellern gelockert werden sollten, sagte Cook, alle Optionen müssten geprüft und das gesamte verfügbare Angebot in den Blick genommen werden.

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Dr. Heinrich Krämer
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