„Nicht den Mut gehabt“
Rangnick ist nach Messis Rekordtor sauer auf den Schiedsrichter
23.06.2026 | 08:30 Uhr
Österreich verliert das zweite WM-Gruppenspiel gegen Weltmeister Argentinien mit 0:2. Zwei Mal trifft der ewige Lionel Messi. Vor dem Rekordtor will ÖFB-Coach Ralf Rangnick aber ein Foul gesehen haben.
Ralf Rangnick war nach der 0:2-Niederlage gegen Argentinien angesäuert. Der Grund dafür war unter anderem eine Szene und Entscheidung des Schiedsrichters Amin Mohamed Omar direkt vor dem ersten Messi-Treffer. In der 38. Minute ging Bundesliga-Profi Xaver Schlager im Zweikampf gegen Alexis McAllister zu Boden. Die Argentinier rollten danach den Angriff aus und Messi traf zum 17. Mal bei einer Weltmeisterschaft, zog damit an DFB-Stürmer Klose vorbei.
„Ärgerlich auch, dass der VAR nicht den Mut hatte, wie beim Elfmeter dem Schiedsrichter zu sagen: ‚Geh mal raus und schau dir die Entstehung vor dem 1:0 an'“, sagte Rangnick am TV-Mikro nach der Partie. „Klares Foul an Xaver Schlager. Er (der VAR, d. Red.) hatte leider nicht den Mut gehabt, dem Schiedsrichter das zu sagen.“
Rangnick sieht ein „klares Problem“
Auch auf der Pressekonferenz legt der deutsche Coach nach: „Beim ersten Tor hätte ich mir gewünscht, dass der Schiri genau das getan hätte, was er auch vor dem Elfmeter gemacht hat: sich die Szene noch einmal anzuschauen. Wenn man das getan hätte, hätte man das gesehen, was jeder gesehen hat. Das ist ein klares Problem, das wir jetzt haben.“
Klopp und Müller umarmen frischgebackenen Rekord-Messi
Auch der zweite Gegentreffer nervte Rangnick. „Am Schluss hat alles auf 1:0 hingedeutet. Das zweite Tor war schon ärgerlich.“ Kurz vor Ende der Partie netzte Messi ein zweites Mal ein und machte den Deckel auf die Partie. „Wir hatten vor dem zweiten Tor drei Möglichkeiten, den Ball vor das gegnerische Tor zu bringen“, sagte Rangnick.
Für den Gesamtauftritt aber lobte der Coach sein Team. „Insgesamt war der Auftritt, wie wir uns das vorgenommen haben: mutig couragiert“, so Rangnick. Die Teamleistung „war schon richtig gut, mit und ohne Ball“. Am letzten Gruppenspieltag trifft Österreich auf Algerien. Das ÖFB-Team steht mit drei Punkten auf Platz zwei hinter Argentinien. Gegen Algerien geht es im direkten Duell um Platz zwei und drei.
Messi überholte mit seinen WM-Treffern 17 und 18 den deutschen Ex-Stürmer Miroslav Klose, der bei 16 Toren steht. Dabei hatte es gar nicht so gut begonnen. Zu Beginn des Spiels verschoss er einen Foulelfmeter. Dann folgte der Doppelpack.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc
