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Startseite»Nachrichten»Ukraine drohte mit Angriffen: Belarus soll Signalverstärker für Drohnen abgeschaltet haben
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Ukraine drohte mit Angriffen: Belarus soll Signalverstärker für Drohnen abgeschaltet haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Ukraine drohte mit AngriffenBelarus soll Signalverstärker für Drohnen abgeschaltet haben

Blick von einem ukrainischen Grenzabschnitt auf belarussisches Territorium, wo ein Grenzpfahl aufgestellt ist. (Foto: Robin Grützmacher)

Die Ukraine berichtet von Signalverstärkern auf belarussischem Staatsgebiet, die Russland für Drohnenangriffe nutzt. Kiew stellt Minsk ein Ultimatum für deren Abbau. Nun sollen sie zumindest nicht mehr aktiv sein.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einer Runde aus Journalisten mitgeteilt, dass Belarus seine Signalverstärker im Grenzgebiet abgestellt hat. „Nach den mir vorliegenden Informationen, die mir sowohl vom Oberbefehlshaber als auch vom Geheimdienst übermittelt wurden, haben die betreffenden Relaisstationen ihren Betrieb auf dem Gebiet von Belarus seit dem 22. Juni eingestellt“, sagte Selenskyj.

Er hatte Belarus zuvor aufgefordert, diese abzubauen und deutete zudem an, dass man die Signalverstärker andernfalls angreifen werde. „Ob sie nun abgebaut wurden oder nicht, weiß ich ehrlich gesagt derzeit noch nicht, aber wir arbeiten daran“, sagte Selenskyj nun. Er verfolge die Angelegenheit sehr genau und erhalte täglich Berichte. „Tatsache ist, dass die Relaisstationen zum heutigen Tag nicht in Betrieb sind.“

Aus Belarus gibt es bislang keine Informationen zu einer möglichen Abschaltung. Militärexperte Rob Lee hatte vor wenigen Tagen auf der Plattform X geschrieben: „Russland hat ein System zur Signalweiterleitung in den besetzten Gebieten und entlang der Grenze aufgebaut, um Dohnen ein besseres Signal zu liefern, doch die Reichweite beträgt weniger als 200 Kilometer. Sollte Belarus ein solches System zulassen, würde dies den Einsatz von ‚Geran-Seeker-Drohnen‘ im Raum Kiew und in der Westukraine ermöglichen.“

Angeblich keine Absicht für einen Angriff

Die Spannungen zwischen der Ukraine und Belarus hatten sich in den vergangenen Wochen verschärft. Aus Kiew hieß es, dass Russland Belarus stärker in den Krieg hineinziehen wolle. Diktator Alexander Lukaschenko sagte hingegen, die Ukraine habe nichts zu befürchten. Im Mai bezeichnete er laut dem Portal Kyiv Independent die ukrainischen Truppen im Grenzgebiet als „Kanonenfutter“. Die Ukraine hat ihre Verteidigungsanlagen in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Einen Abschnitt im Westen konnte ntv.de kürzlich besichtigen.

Belarus ist einer der größten Unterstützer des russischen Angriffskrieges. 2022 nutzten die Kreml-Truppen das Land als Aufmarschgebiet und stießen von dort in Richtung Kiew vor. Bis heute fliegen Drohnen von belarussischem Territorium aus in die Ukraine herein – und teilweise auch in angrenzende EU-Länder.

Quelle: ntv.de, rog

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