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Startseite»Nachrichten»Betriebsrat kündigt Widerstand an: VW-Management will weitere Zehntausende Jobs streichen
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Betriebsrat kündigt Widerstand an: VW-Management will weitere Zehntausende Jobs streichen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Betriebsrat kündigt Widerstand an VW-Management will weitere Zehntausende Jobs streichen

Volkswagen steht vor intensiven Wochen. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Autokonzern Volkswagen will bis zu 100.000 Stellen streichen. In Deutschland könnten vier Werke geschlossen werden.

Volkswagen steht vor einem weiteren massiven Stellenabbau. In den nächsten Jahren sollten im Konzern weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen, berichtete das „Manager Magazin“ unter Berufung auf Insider. Das entspräche einer Verdoppelung des bisherigen Abbauziels. Der „FAZ“ zufolge sollen weltweit bis zu 60.000 Stellen abgebaut werden. Aus Aufsichtsratskreisen erfuhr ntv.de, dass es entsprechende Überlegungen gibt. VW-Chef Oliver Blume habe seine Pläne für das Sanierungskonzept dem Vorstand vorgestellt.

Zudem wolle das Management den Autobauer völlig neu sortieren. So sollen sowohl die Kernmarke Volkswagen als auch die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. In der Logik könnten auch einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden. Laut „Manager Magazin“ könnten mittelfristig vier Werke geschlossen werden – Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. 

Ein VW-Sprecher erklärte dazu, sein Unternehmen kommentiere interne, vertrauliche Unterlagen nicht. Die zu Grunde liegenden Sachverhalte würden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess solle nicht vorgegriffen werden. „Richtig ist, dass die gesamte Automobilindustrie und die Volkswagen Group eine tiefgreifende Transformation durchlaufen“, ergänzte er. Der gesamte VW-Konzern einschließlich der Marken und Gesellschaften müsse sich tiefgreifend verändern. Der Konzernvorstand habe dazu in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet. „Es geht darum, das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen.“ Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten.

Arbeitnehmervertreter kündigten Widerstand an. „Die erneuten Medienberichte verunsichern unsere Belegschaft und unsere Standortregionen zu Recht. Aber: Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen. Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern“, teilten IG Metall und Konzernbetriebsrat ntv mit. „Statt blinden Aktionismus zu zeigen, sollte der Vorstand endlich seinen Job machen und sich auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren: wettbewerbsfähige Produkte, Technologien, Konzernstrukturen und -synergien und damit auch sichere Beschäftigung.“

Quelle: ntv.de, jga/rts

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