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Bahn warnt wegen Hitze: Wer nicht muss, soll nicht in den Zug steigen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Bahn warnt wegen HitzeWer nicht muss, soll nicht in den Zug steigen

Ausfälle von Klimaanlagen sind seltener geworden, doch die Infrastruktur ist anfällig. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Extreme Temperaturen plus bevorstehende Gewitter und Starkregen – Bahnbetreiber bitten ihre Kunden, Reisen möglichst zu verschieben. In Nordrhein-Westfalen stoppt ein Unternehmen vorsorglich seine Regionalzüge.

Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen raten wegen der Hitze von nicht dringend notwendigen Reisen am Wochenende im Fern- und Regionalverkehr ab. Das teilte die Bahn mit. „Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekord-Hitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen“, heißt es in der Mitteilung. Darüber hinaus warnt der Deutsche Wetterdienst vor Gewittern und Starkregen.

„Gemeinsam mit anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Branchenorganisationen wie dem Bundesverband Schienennahverkehr rät die Deutsche Bahn: Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr“, erklärte der bundeseigene Konzern.

Kostenlose Stornierungen

Bereits am Donnerstag hatte die Bahn mitgeteilt, dass Tickets für Fernverkehrsreisen bis einschließlich Dienstag, 30. Juni, kostenfrei storniert werden können, sofern sie vor dem 23. Juni gekauft wurden. Ausfälle bei Klimaanlagen gibt es in den Fernverkehrszügen aufgrund einer deutlich verjüngten Flotte nicht mehr so oft. Anfälliger ist dafür die Infrastruktur.

Weichen sowie Leit- und Sicherheitstechnik können bei den hohen Temperaturen und stundenlanger direkter Sonneneinstrahlung beschädigt werden. Das kann zu weiteren Problemen auf dem ohnehin stark störanfälligen Netz der Bahn führen. Schon im Sommer des vergangenen Jahres kam es bei großer Hitze im Juni und im Juli zu Weichendefekten und in der Folge zu Zugausfällen und Verspätungen. Zudem steigt das Risiko für Böschungsbrände, die ebenfalls Schaden anrichten können. Darüber hinaus können Starkregen, Gewitter und Sturmböen zu Problemen führen. 

National Express stellt Betrieb ein

Das Bahnunternehmen National Express, das Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen fahren lässt, wollte wegen der hohen Temperaturen am Samstagnachmittag den Betrieb für sechs Stunden einstellen. Betroffen sind laut Ankündigung zwischen 13 und 19 Uhr fünf Linien. Die Züge fallen dem Unternehmen zufolge auf dem kompletten Laufweg aus. Ihren Verkehr einstellen will die Deutsche Bahn nach aktuellem Stand nicht.

Abkühlung versprechen die Meteorologen erst zum Start in die neue Woche. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, steigen die Temperaturen im Tagesverlauf auf Werte von bis zu 41 Grad an. Lokal seien auch 42 Grad nicht ausgeschlossen. Etwas kühler ist es den Angaben zufolge nur im äußersten Norden des Landes. Am Nachmittag und Abend werden in Nordseenähe und von den westlichen Mittelgebirgen bis in den Nordosten hinein kräftige Gewitter erwartet. Auch Unwetter mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen sind nicht auszuschließen.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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