Portugal verpasst Gruppensieg
DR Kongo feiert WM-Märchen, Ronaldo kann nicht helfen
28.06.2026 | 03:39 Uhr
Die Demokratische Republik Kongo dreht einen Rückstand gegen Usbekistan und steht damit tatsächlich in der K.o.-Runde der Fußball-WM. Im Kampf um den Gruppensieg kann Superstar Cristiano Ronaldo seinen Portugiesen nicht entscheidend helfen.
Historischer Erfolg für die Demokratische Republik Kongo: Dank einer unwiderstehlichen Aufholjagd sind die Zentralafrikaner erstmals in die K.o.-Runde der Fußball-WM gestürmt. Das Team um Torjäger Yoane Wissa besiegte Turnierneuling Usbekistan am Samstag in Atlanta zum Abschluss der Gruppenphase mit 3:1 (0:1). Bei der zweiten Teilnahme nach dem Vorrundenaus 1974, damals hieß das Land noch Zaire, stehen die Kongolesen im Sechzehntelfinale.
Wissa (68./Foulelfmeter, 90.+1) mit einem Doppelpack und Joker Fiston Mayele (78.) drehten die Partie und bescherten den Kongolesen den ersten WM-Sieg ihrer Geschichte. Kapitän Eldor Schomurodow (10.) war für Usbekistan erfolgreich. Mit vier Punkten beendeten Wissa und Co., die Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo zum Auftakt ein 1:1 abgetrotzt hatten, die Gruppenphase als einer der acht besten Dritten und sicherten so das Weiterkommen. Usbekistan und Trainer Fabio Cannavaro, als Spieler 2006 mit Italien Weltmeister, sind als punktloser Letzter raus.
Torlos und doch spektakulär
Superstar Ronaldo hat mit Portugal den angestrebten Gruppensieg bei der WM verpasst. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martinez kam zum Abschluss der Vorrunde gegen Kolumbien nicht über ein 0:0 hinaus. Was langweilig klingt, war in Wahrheit über weiten Teilen spektakulär: Sowohl Portugal als auch Kolumbien vergaben zahlreiche gute Möglichkeiten. Kolumbiens Treffer von Davinson Sanchez (90.+1) wurde vom VAR wegen Abseits einkassiert.
Portugal steht trotz des Unentschiedens zum dritten Mal in Serie in der K.o.-Runde und trifft als Zweiter der Gruppe K nun am Donnerstag im Sechzehntelfinale in Toronto auf den Zweiten der Gruppe L: Kroatien. Im Achtelfinale könnte dann Europameister Spanien warten.
Den bisher so stark auftrumpfenden Kolumbianern um Bayern-Star Luis Diaz reichte der Punkt zum Gruppensieg. Die Mannschaft von Nestor Lorenzo bekommt es im Sechzehntelfinale in der Nacht zu Freitag (3.30 Uhr MESZ/MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in Kansas City mit Ghana zu tun. Im Achtelfinale könnte die Schweiz warten, im Viertelfinale ist ein Duell mit Lionel Messis Argentiniern möglich kommen.
Sowohl Kolumbien als auch Portugal hatten schon vor der Partie ihr Ticket für das Sechzehntelfinale sicher, in Miami ging es vor allem darum, wer sich den vermeintlich leichteren Gegner in der ersten K.o.-Runde sichern würde.
Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid
