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Startseite»Nachrichten»Miliz wettert über Abkommen: Israels Armee tötet Hisbollah-Kämpfer im Libanon trotz Waffenruhe
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Miliz wettert über Abkommen: Israels Armee tötet Hisbollah-Kämpfer im Libanon trotz Waffenruhe

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Miliz wettert über AbkommenIsraels Armee tötet Hisbollah-Kämpfer im Libanon trotz Waffenruhe

Israel hat eine „Sicherheitszone“ im Süden des Libanons eingerichtet, die es erst verlassen will, wenn die Hisbollah entwaffnet ist. (Foto: AP Photo/Ariel Schalit)

Die Regierungen des Libanon und Israels haben ein Rahmenabkommen geschlossen, das den Weg zum Frieden zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll. Die Hisbollah lehnt dies strikt ab. Israel wiederum sieht sich gegenüber der proiranischen Miliz nicht an den geltenden Waffenstillstand gebunden.

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben im Südlibanon mehrere Kämpfer der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz getötet. Der Vorfall im Bereich der Stadt Nabatija ereignete sich am Samstag trotz einer Waffenruhe und der Vereinbarung eines Rahmenabkommens zwischen Israel und dem Libanon. 

Die Hisbollah-Kämpfer seien mit einer Panzerabwehrrakete bewaffnet gewesen, hieß es in der Mitteilung der israelischen Armee. Sie hätten in der Nähe einer von Israel deklarierten „Sicherheitszone“ operiert. Die Armee habe sie angegriffen, um eine Bedrohung auszuschalten. Außerdem sei eine Raketen-Abschussrampe der Hisbollah zerstört worden. 

Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete unterdessen erneute israelische Angriffe im Süden, wobei Soldaten im Ort Chiam auch Häuser in Brand gesetzt hätten. Örtliche Medien meldeten im Süden am Samstagabend mehrere Luftangriffe mit Kampfflugzeugen und Drohnen.

Israel verknüpft Rückzug mit Hisbollah-Entwaffnung

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand hatten sich Israel und die libanesische Regierung am Freitag auf einen Weg zu Frieden und Sicherheit geeinigt. Die Hisbollah lehnt die Vereinbarung jedoch ab. Die Miliz war nicht an den Verhandlungen beteiligt, die in dem Abkommen vorgesehene Entwaffnung weist sie strikt zurück. Deshalb gibt es Zweifel an einer möglichen Umsetzung. Hisbollah-Chef Naim Kassim bezeichnete das Abkommen als „Erniedrigung“, „Schande“ und „Verzicht auf die Souveränität“.

Das Rahmenabkommen verpflichtet Israel – anders als von der Führung in Teheran und der Hisbollah gefordert – erst dann zum vollständigen Rückzug aus dem Südlibanon, wenn nicht staatliche Gruppen wie die Hisbollah entwaffnet sind. Die Vereinbarung sieht jedoch vor, dass sich die israelische Armee schrittweise aus zwei Zonen zurückzieht und die reguläre libanesische Armee dort die Kontrolle übernimmt.

Die US-Regierung hatte zwischenzeitlich auch einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah verkündet, der in der Realität allerdings nie umgesetzt wurde.

Quelle: ntv.de

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