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Startseite»Nachrichten»Hochhaus in Flammen: Kiew erlebt eine der schlimmsten Nächte seit Kriegsbeginn
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Hochhaus in Flammen: Kiew erlebt eine der schlimmsten Nächte seit Kriegsbeginn

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Hochhaus in FlammenKiew erlebt eine der schlimmsten Nächte seit Kriegsbeginn

Am frühen Morgen ist die Feuerwehr immer noch dabei, den Brand in einem Hochhaus zu löschen. (Foto: REUTERS)

Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte vor einem massiven russischen Angriff gewarnt und er sollte Recht behalten: In der Nacht gehen in Kiew massenhaft Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Raketen nieder. Die Explosionen sind auch tief unter der Erde in den Luftschutzbunkern noch zu hören.

Mehrere Städte in der Ukraine sind zur Zielscheibe einer außergewöhnlich heftigen Angriffswelle mit russischen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern geworden. Aus der Hauptstadt Kiew wurden am Abend und in der Nacht Explosionen gemeldet, nach Behördenangaben gab es mindestens 20 Verletzte und zwei Todesopfer. Mehrstöckige Gebäude – darunter ein Hotel – seien in Flammen aufgegangen, einige Wohnhäuser komplett zerstört worden, berichtete das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“. Demnach setzten die Angreifer Dutzende Raketen und Marschflugkörper ein.

Bislang hätten die Behörden mindestens 28 beschädigte Gebäude gezählt, die meisten davon Wohnhäuser und zivilie Infrastruktur, hieß es am frühen Morgen. Das ganze Ausmaß der Schäden war zunächst aber nicht absehbar. Im Bericht des „Kyiv Independent“ war von einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn die Rede. Verängstigte Bewohnerinnen und Bewohner Kiews suchten demnach in U-Bahn-Stationen Zuflucht. Viele von ihnen hätten dort Zelte aufgeschlagen, um die Nacht vor Luftangriffen geschützt unter der Erde zu verbringen, hieß es.

Nach ersten Einschlägen am Abend wurde demnach auch am frühen Morgen wieder Luftalarm ausgelöst. Knapp ein Dutzend russische Bomber seien in der Luft, hieß es. Kurz darauf meldeten Reporter des Portals „unglaublich laute Explosionen“, die selbst in tief unter der Erde gelegenen Luftschutzbunkern deutlich zu hören gewesen seien. „Wieder einer der heftigsten Angriffe auf die Hauptstadt in diesen 4,5 Jahren überhaupt“, schreibt der Journalist Denis Trubetskoy, der auch für ntv.de aus Kiew berichtet, auf X. Gefühlt schlage alle paar Minuten eine ballistische Rakete ein.

Selenskyj hatte gewarnt

Auch in anderen Städten der Ukraine – darunter Saporischschja und Pawlohrad im Südosten sowie Sumy und Charkiw im Nordosten des Landes – gab Luftalarm und Explosionen. Informationen zu möglichen Schäden und Opfern lagen zunächst nicht vor.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Stunden zuvor vor einem bevorstehenden Großangriff auf die Ukraine gewarnt. Alle ein bis zwei Wochen gebe es massive Attacken mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen – und „heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs“, sagte er am Rande einer Zeremonie zum Wechsel der EU-Ratspräsidentschaft in Dublin. Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren. Seine Landsleute sollten Alarmsignale beachten und Schutzräume aufsuchen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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