Erneut heulten in der Nacht in Kiew die Sirenen. Mindestens eine Person starb bei den russischen Angriffen. Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw geriet ins Visier. Die Ukraine griff ihrerseits Industrieanlagen in Russland an.
Die Ukraine ist in der Nacht zu Mittwoch erneut von schweren Angriffen Russlands getroffen worden. Kurz nach Mitternacht Ortszeit erschütterten mehrere Explosionen die Hauptstadt Kiew. Mehrere Brände brachen aus. Mindestens eine Person sei getötet worden, teilte der Leiter der Stadt-Militärverwaltung mit.
Bei den Angriffen kamen auch ballistische Raketen zum Einsatz. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass die ukrainische Flugabwehr keine von ihnen abschießen konnte. Es ist der dritte Angriff dieser Art auf Kiew binnen einer Woche.
Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw wurde Behördenangaben zufolge in der Nacht angegriffen. In zwei Bezirken seien Raketeneinschläge registriert worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow mit. Mehr als zehn Häuser seien beschädigt worden.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Ukraine greift Russland an
Auch die Ukraine griff Russland an. Angaben der Behörden zufolge starb dabei mindestens eine Person. Zudem sollen Industrieanlagen beschädigt worden sein. Auch zwei Öltanker – allerdings ohne Fracht an Bord – wurden demnach getroffen. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist anlässlich des NATO-Gipfels in Ankara eingetroffen. Geplant ist auch ein Gespräch mit US-Präsident Donald Trump.
