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Startseite»Nachrichten»Taiwan wappnet sich für „Bavi“ – größter Taifun seit Jahrzehnten
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Taiwan wappnet sich für „Bavi“ – größter Taifun seit Jahrzehnten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Windböen von bis zu 200 km/hTaiwan wappnet sich für größten Taifun seit Jahrzehnten

Die Regale in vielen Supermärkten sind leer. (Foto: picture alliance / Anadolu)

In der taiwanesischen Hafenstadt Keelung decken sich die Menschen mit Lebensmitteln ein. Sie erwarten „Bavi“, den größten Taifun der letzten Jahrzehnte – mit einer Spannweite von rund 380 Kilometern. Auf den Philippinen kamen bereits 15 Menschen ums Leben. 

Auf Taiwan zieht nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes der größte Taifun seit Jahrzehnten zu. Ausläufer des Wirbelsturms „Bavi“, der Starkregen und Windböen von fast 200 Kilometern pro Stunde mit sich bringt, lösten auf den Philippinen nach Polizeiangaben am Freitag bereits Erdrutsche aus. In Taiwan werden mehr als 2000 Menschen evakuiert, viele Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen. Auch China bereitet sich auf den Taifun vor. 

„Bavi“ hat den Angaben zufolge eine Spannweite von rund 380 Kilometern. Damit ist er der größte Taifun, der Taiwan seit mehr als 30 Jahren trifft. Er wird den Vorhersagen zufolge bis einschließlich Samstag im Norden und Osten Taiwans sowie auf abgelegenen Inseln im Südwesten Japans wüten, bevor er die Ostküste Chinas erreicht. 

Auf den Philippinen lösten von „Bavi“ verstärkte Regenfälle zwei Erdrutsche auf der südlichen Insel Mindanao aus. Mindestens 15 Menschen kamen dabei nach Angaben der Behörden ums Leben. 

„Wir haben uns eingedeckt“

In Taiwan wird den Vorhersagen zufolge die Hafenstadt Keelung besonders stark betroffen sein. Die Menschen decken sich dort mit Lebensmitteln ein, kleben ihre Fenster ab und stapeln Sandsäcke vor Eingängen von Häusern und Geschäften. „Wir haben uns mit Instantnudeln, Brot und solchen Sachen eingedeckt“, berichtet ein Einwohner.  

Nachdem „Bavi“ am Montag noch als Supertaifun die US-Außengebiete Guam und die Nördlichen Marianen im Pazifik getroffen hatte, wurde er zu einem Taifun herabgestuft. Auf Taiwan zog er nach Angaben des Wetteramtes am Freitag aber immer noch mit Windgeschwindigkeiten von 155 km/h zu, teilweise wurden Böen von 190 km/h gemessen. 

HUALIEN-CITY-TAIWAN-Aei-JULY-10-Violent-waves-batter-the-coast-of-Hualien-City-as-Typhoon-Bavi-approaches-the-island-in-Hualien-City-Taiwan-on-July-10-2026-Residents-in-flood-prone-and-low-lying-areas-across-the-island-have-been-ordered-to-evacuate-or-take-shelter-as-Typhoon-Bavi-is-expected-to-strike-Taiwan-with-powerful-winds-and-torrential-rain-disrupting-flights-schools-and-workplaces-in-several-cities-The-typhoon-is-expected-to-move-toward-China-in-the-coming-days
Anwohner in Flutgebieten wurden angewiesen, Schutzräume aufzusuchen. (Foto: picture alliance / Anadolu)

„Die größten Auswirkungen werden in Taipei, Neu-Taipeh, Keelung und Yilan erwartet“, warnt der Wetterdienst. Mit bis zu 1000 Litern Regen pro Quadratmeter werden die heftigsten Niederschläge in den Bergen in Zentral- und Nordtaiwan erwartet. Befürchtet werden Überflutungen und Erdrutsche. 

Im Norden und Osten Taiwans blieben am Freitag Schulen, Büros und Geschäfte geschlossen, auch in der Hauptstadt Taipeh. Mehr als 2000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, vor allem in der Bergregion Hualien im Osten, wo die Behörden wegen möglicher Dammbrüche zwei Staudämme überwachen. Taiwans Präsident Lai Ching-te rief die Menschen zu „höchster Alarmbereitschaft“ auf. Mehr als 28.000 Soldaten hielten sich für Notfälle bereit. Bis Freitagmorgen wurden außerdem mehr als 400 Flüge gestrichen und mehr als 100 Fährfahrten abgesagt. 

In Japan wurden auf den abgelegenen Sakashima-Inseln ebenfalls Schulen und Büros geschlossen. Der japanische Wetterdienst warnte insbesondere vor hohen Wellen, Stürmen und Erdrutschen. 

Schwere Verwüstungen in China

Am Wochenende wird „Bavi“ voraussichtlich auch den Osten Chinas erreichen.  Der chinesische Wetterdienst erwartet das Auftreffen auf Land für Samstagabend, die Behörden verschärften ihre Notfallmaßnahmen für die Städte Zhejiang und Fujian. Die weiter nördlich gelegene Metropole Shanghai bereitet sich ebenfalls auf Ausläufer des Sturms vor.  

In dieser Woche hatten Unwetter bereits im Süden und im Zentrum Chinas schwere Verwüstungen angerichtet: 39 Menschen kamen durch die Überschwemmungen ums Leben, allein 26 Menschen starben nach dem Bruch eines Staudamms. 

Quelle: ntv.de, tha/AFP/dpa

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