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Hat Ägypten sich mit einem Cyberangriff gerächt?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach WM-Aus gegen Argentinien

Hat Ägypten sich mit einem Cyberangriff gerächt?

11.07.2026 | 15:40 Uhr

„Das war ganz klar ein manipuliertes Spiel“, wettert der Ägypten-Trainer Hossam Hassan, nachdem die Argentinier sein Team auf den letzten Metern aus der WM kicken. Nun gibt es einen mutmaßlichen Hackerangriff auf den argentinischen Fußballverband, alle Zeichen scheinen nach Ägypten zu zeigen.

Bei einem mutmaßlichen Hackerangriff auf Systeme des argentinischen Fußballverbandes AFA führen die Spuren einem Medienbericht zufolge nach Ägypten. Wie die argentinische Tageszeitung „Diario Popular“ berichtete, sollen bei dem vermuteten Cyberangriff E-Mails verschickt worden sein, in denen die Schiedsrichterleistung beim WM-Aus der Ägypter gegen Argentinien infrage gestellt wurde. 

Dem Bericht zufolge wurde von einem AFA-Konto eine Erklärung an Journalisten gemailt, in der es unter anderem hieß: „Argentinien hat nicht gewonnen. Der Sieg wurde durch korrupte Schiedsrichterentscheidungen gestohlen.“ Informationen aus der Verbandsdatenbank wurden demnach von einer ägyptischen Hackergruppe in Foren angeboten, die sich Zugang zu Mail- und IP-Adressen sowie Passwörtern verschafft haben will.

Schiedsrichterentscheidungen werden angezweifelt

Ägypten hatte im WM-Achtelfinale bis zur 79. Minute mit 2:0 geführt, ehe Argentinien die Partie angeführt von Superstar Lionel Messi noch mit drei Toren innerhalb von rund 13 Minuten drehte. Ägyptens Coach Hossam Hassan wütete im Anschluss ebenso wie vereinzelte ägyptische Spieler und Funktionäre gegen das Schiedsrichtergespann um den Franzosen François Letexier .

Nach Ansicht des Trainers waren Letexier und sein Team ausschlaggebend für die Niederlage gegen den Titelverteidiger. „Das war ganz klar ein manipuliertes Spiel.“ Er ergänzte: „Vielleicht wollten sie den Weltmeister im Wettbewerb halten. Vielleicht wollten sie, dass Messi im Rennen bleibt.“

Die ägyptische Nationalmannschaft legten gar offiziell Beschwerde gegen Letexier und seine Assistenten ein. Beobachter hatten Letexier und seinem Team allerdings angesichts der teils hitzigen Partie mit mehreren strittigen Szenen eine gute Leistung bescheinigt.

Die AFA hatte am Donnerstag bestätigt, dass ein möglicher E-Mail-Versand festgestellt worden sei, der vom Verband weder selbst erstellt noch autorisiert worden sei. Der Verband bat darum, ungewöhnliche Nachrichten insbesondere mit Links, Anhängen oder der Aufforderung zur Preisgabe persönlicher Daten zu ignorieren. Untersuchungen zum Ursprung und Ausmaß des Vorfalls liefen.

Verwendete Quellen: ntv.de, kaz/dpa

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