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Startseite»Nachrichten»Atemberaubendes Finale: Noskova gewinnt Wimbledon trotz dramatischen Einbruchs
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Atemberaubendes Finale: Noskova gewinnt Wimbledon trotz dramatischen Einbruchs

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Atemberaubendes Finale

Noskova gewinnt Wimbledon trotz dramatischen Einbruchs

11.07.2026 | 19:37 Uhr

Linda Noskova gewinnt spektakulär das Wimbledon-Finale. Die Tschechin erlebt gegen ihre Landsfrau Karolina Muchova eine wilde Tennis-Achterbahn, vergibt mehrere Matchbälle und findet dann doch wieder zu sich.

Vor den Augen von Prinzessin Kate hat Tennisspielerin Linda Noskova in einem Nerven-Krimi das tschechische Finale gewonnen und sich zur Wimbledon-Siegerin gekürt. Nach einem einseitigen Beginn besiegte die 21-Jährige ihre Landsfrau Karolina Muchova in einem Achterbahn-Endspiel mit 6:2, 5:7, 6:3 und sicherte sich ein Wimbledon-Rekord-Preisgeld von rund 4,2 Millionen Euro. Es ist ihr erster Grand-Slam-Titel.

Das reine Ergebnis spiegelt die Dramatik nicht wider. Noskova zeigte sich lange unbeeindruckt davon, dass sie ihr erstes Grand-Slam-Finale bestritt – und Prinzessin Kate als Zuschauerin in der ersten Reihe der Royal Box saß. Noskova führte bereits mit 6:2, 5:2 und sah wie die sichere Siegerin aus. „Das fühlt sich unglaublich an“, sagte Noskova, „es war körperlich und mental so schwer, es ist so schwierig, den letzten Punkt zu holen.“ Muchova war die Enttäuschung deutlich anzumerken, sie kämpfte mit den Tränen. Dennoch gratulierte sie Noskova, ihrer „einstigen Freundin“, wie sie scherzhaft sagte und auf dem Centre Court für einige Lacher sorgte.

Fünf Matchbälle vergeben

Als es darum ging, das Match zu beenden, zeigte die Nummer 12 der Tennis-Welt jedoch Nerven, leistete sich Fehler. Bei einem Matchball unterlief ihr sogar ein Doppelfehler. Fünf Matchbälle konnte sie im zweiten Durchgang nicht nutzen, verlor fünf Spiele in Serie und den zweiten Satz. Doch Noskova kämpfte sich wieder in die Partie – und entschied das Finale nach 2:28 Stunden für sich. Es war das erste Grand-Slam-Endspiel der Profi-Ära seit 1968 zwischen zwei Tschechinnen.

Prinzessin Kate ist Schirmherrin des Tennis-Klassikers im Südwesten Londons und sah, wie sich Noskova zur jüngsten Wimbledon-Siegerin seit 15 Jahren kürte. 2011 hatte in Petra Kvitova ebenfalls eine Tschechin als 21-Jährige den Triumph bei dem Rasenklassiker gefeiert .Als Kind habe sie nicht viel Tennis geschaut, hatte Noskova nach ihrem Halbfinalerfolg erzählt. Sie erinnere sich aber daran, wie Kvitova gewann. „Das war einer der ersten Augenblicke, in denen ich realisiert habe, dass ein Sport wie Tennis existiert“, sagte sie – und trat nun in die Fußstapfen von Kvitova, die ebenfalls in der Royal Box saß.

Vor 15.000 Zuschauern hatte die Erfahrung für Muchova gesprochen. Die 29-Jährige verlor auch das zweite Grand-Slam-Finale ihrer Karriere, 2023 war sie bei den French Open der Polin Iga Swiatek unterlegen gewesen. Sie darf sich mit einem Preisgeld von rund 2,1 Millionen Euro trösten.

Tschechische Erfolge in Wimbledon

Tschechinnen glänzten schon oft beim Rasenklassiker. 2011 und 2014 gewann jeweils Kvitova. 2023 holte die seit Juni wegen eines verweigerten Dopingtests gesperrte Marketa Vondrousova die begehrte Venus Rosewater Dish. 2024 untermauerte Barbora Krejcikova die Dominanz der Tschechinnen in Wimbledon.

„Wir sind sehr kreativ“, sagte Noskova in den Tagen von Wimbledon, „und auf Rasen können wir sozusagen alle Facetten des Tennisspiels ausspielen. Ob es nun wie früher Aufschlag und Volley ist oder heute Slice und Volley. Ich würde sagen, wir haben all diese Facetten, die wir nutzen können“. Muchova und Noskova kennen sich gut, spielten 2024 bei den Olympischen Spielen in Frankreich zusammen Doppel. Kurioserweise mussten beide auf dem Weg ins Wimbledon-Endspiel jeweils einen Matchball abwehren.

Beide sind keine globalen Stars des Sports wie Coco Gauff, Noami Osaka oder Aryna Sabalenka. Ganz unerwartet erreichten sie jedoch nicht das Endspiel. Beide waren mit der Empfehlung von Titelgewinnen in der Wimbledon-Vorbereitung angereist. Noskova behauptete sich in Berlin, Muchova in Bad Homburg.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa

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