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Startseite»Nachrichten»Beschäftigte weniger produktiv: Juni-Hitzewelle kostete Wirtschaft mehr als sechs Milliarden Euro
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Beschäftigte weniger produktiv: Juni-Hitzewelle kostete Wirtschaft mehr als sechs Milliarden Euro

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 17, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Beschäftigte weniger produktivJuni-Hitzewelle kostete Wirtschaft mehr als sechs Milliarden Euro

Bei sehr hohen Temperaturen arbeitet es sich schlechter. (Foto: picture alliance/dpa)

Im vergangenen Monat litt Deutschland unter einer extremen Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad. Die sinkende Produktivität in dieser Zeit machte auch den Betrieben zu schaffen. Die Kosten sind enorm.

Die Hitzewelle im Juni ist der deutschen Wirtschaft einem Medienbericht zufolge teuer zu stehen gekommen. Die zweiwöchige Hitzeperiode habe die Wirtschaft mindestens 6,3 Milliarden Euro gekostet, berichtete das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Berechnungen des Beratungsunternehmens Prognos. Den größten Anteil trug demnach das verarbeitende Gewerbe mit rund 1,9 Milliarden Euro, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel.

Wie das „Handelsblatt“ ausführte, beziffert die Analyse erstmals die volkswirtschaftlichen Schäden einer kurzen Hitzeperiode für einzelne Branchen. Prognos zufolge entstünden 97 Prozent der Schäden durch sinkende Produktivität der Beschäftigten, nicht durch Maschinenausfälle oder Lieferkettenprobleme, berichtete die Zeitung.

„Die 6,3 Milliarden Euro sind sogar noch eher eine Untergrenze“, zitierte das „Handelsblatt“ den Prognos-Experten Lukas Sander. Weitere Kosten etwa durch höhere Energiepreise seien in der Berechnung noch nicht erfasst.

Kosten bei Unternehmen

Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Manfred Fischedick, sieht in den Ergebnissen ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort. „Wir diskutieren intensiv über Wettbewerbsfähigkeit und Konkurrenz aus China. Gleichzeitig verlieren wir in den Sommermonaten immer häufiger Produktivität durch Hitze. Diese beiden Debatten gehören zusammen“, sagte er dem „Handelsblatt“.

Wie die Zeitung weiter berichtete, bestätigten mehrere Unternehmen zusätzliche Kosten durch Kühlung, angepasste Arbeitszeiten und Schutzmaßnahmen für Beschäftigte.

Im Mai hatte bereits der Kreditversicherer Allianz Trade mitgeteilt, dass in Deutschland Milliardenbelastungen durch extreme Hitze drohten. Ab Temperaturen von 30 Grad Celsius sinke die Produktivität um etwa drei Prozent pro zusätzlichem Grad, während parallel dazu die Energiekosten wegen eines höheren Kühlbedarfs um etwa 1,2 Prozent pro Grad stiegen. Folgen haben die wirtschaftlichen Einbußen demnach auch für den Staat: durch sinkende Steuereinnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben etwa für Gesundheit, Infrastruktur und soziale Sicherungssysteme.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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