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Startseite»Nachrichten»Jeder Dritte leidet unter Hitze: DGB-Chefin Fahimi fordert Ausfallgeld bei Hitze
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Jeder Dritte leidet unter Hitze: DGB-Chefin Fahimi fordert Ausfallgeld bei Hitze

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Jeder Dritte leidet unter HitzeDGB-Chefin Fahimi fordert Ausfallgeld bei Hitze

DGB-Chefin Yasmin Fahimi weist darauf hin, dass es Pflegekräfte, Paketzusteller oder Einsatzkräfte bei Hitze oft schwer haben. (Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen)

Extreme Hitze über 30 Grad kostet die deutsche Wirtschaft täglich 431 Millionen Euro. Für viele Beschäftigte bedeutet sie enorme Belastung. Gewerkschaftschefin Fahimi warnt vor Ausfällen, Produktionseinbrüchen und Unfällen – und drängt die Politik zum Handeln.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi erwartet zunehmende Arbeitsausfälle durch Hitze und fordert ein neues Hitze-Ausfallgeld. „In extremen Fällen wird zukünftig witterungsbedingter Arbeitsausfall nicht ausbleiben“, sagte Fahimi. „Daher ist der Gesetzgeber aufgefordert, hierfür Regelungen zu finden, die ein Ausfallgeld für Beschäftigte und Arbeitgeber zukünftig solidarisch sichern.“

Zahlreiche Beschäftigte seien von Hitzestress besonders betroffen, sagte Fahimi. Unter Berufung auf eine neue DGB-Umfrage nannte sie vor allem Beschäftigte, die draußen arbeiten, unter extremem Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten.

Forderungen nach einem Ausfallgeld mit staatlicher Hilfe hatte es in der Vergangenheit etwa schon von der IG BAU gegeben – und zwar für Tage, an denen Rekordwerte herrschen und es heißen müsse: „runter vom Bau, vom Feld, von der verschmutzten Dachterrasse“. Im Dachdeckerhandwerk gibt es bereits ein Ausfallgeld, wenn ein Arbeitseinsatz bei zu hohen Temperaturen abgesagt werden muss.

Zeitdruck erhöht Hitzebelastung

Eine Umfrage im Auftrag des DGB unter 4000 Beschäftigten zeigt: Schon heute fühlt sich insgesamt mehr als jede und jeder dritte Beschäftigte durch hohe Temperaturen bei der Arbeit stark oder eher stark belastet – vor allem bei Tätigkeiten im Freien. In Innenräumen kommt es demnach auf die Ausgestaltung an. Ohne Sonnenschutz oder Klimaanlage zeigt sich drinnen sogar bis zu jeder Zweite durch Hitze deutlich beeinträchtigt.

Laut der DGB-Befragung hängt das Gefühl, durch Hitze belastet zu sein, auch vom sonstigen Arbeitsstress ab. 23 Prozent der Beschäftigten ohne Zeitdruck geben deutliche Hitzebelastungen an. Bei Beschäftigten, die oft unter Zeitdruck arbeiten, sind es 48 Prozent. Und vielleicht weniger überraschend: Auch körperlich schwere Arbeit geht deutlich öfter mit starker Hitzebelastung einher.

Fahimi erinnerte daran, dass es etwa Pflegekräfte, Paketzusteller oder Einsatzkräfte bei Hitze oft schwer haben. Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds warnte vor Arbeitsausfällen, Produktionseinbrüchen und Unfällen durch Hitze. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft 431 Millionen Euro. „Wir können es uns nicht mehr leisten, untätig zu sein.“ Nötig sei mehr Hitzeschutz.

Angesichts der nach Erwartung von Klimaexperten immer zahlreicheren Hitzetage mit mindestens 30 Grad Celsius forderte Fahimi „eine ganzheitliche Strategie“. Als praktische Maßnahmen, auf die man sich frühzeitig verständigen könne, nannte die DGB-Chefin etwa Verschattungen oder bereitzustellende Getränke. Falls nötig, sollten die Chefs auch die Kleiderordnung lockern.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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