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Startseite»Nachrichten»Tipps von Warentest: Wo man beim Mietwagen besser nicht sparen sollte
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Tipps von Warentest: Wo man beim Mietwagen besser nicht sparen sollte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 17, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Tipps von WarentestWo man beim Mietwagen besser nicht sparen sollte

Für die Suche nach einem Mietwagen nutzt man am besten nur Portale, die ein gezieltes Filtern nach Vertragsbedingungen wie Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung und Co. erlauben. (Foto: picture alliance/dpa)

Mietwagen-Vergleiche im Internet lohnen sich laut Stiftung Warentest. Es gibt aber drei Punkte, bei denen Sparen wirklich eine schlechte Idee ist. Mit dieser Checkliste mietet und fährt man entspannter.

Wer den Mietwagen früh bucht, kann sparen – wer gut vergleicht, spart noch mehr. Und Vermittlungsportale im Netz sind dabei eine gute Sache, so die „Stiftung Warentest Finanzen“ (5/2026). Der Rat: „Nutzen Sie am besten mehrere Portale für die Suche.“ Worauf man für möglichst sorglosen Urlaub sonst noch achten sollte – und ein guter Tipp für die Rückgabe.

Vergleichsportale haben unterschiedliche Stärken

Am besten nutzt man für die Suche nur Portale, die gezieltes Filtern nach Vertragsbedingungen wie Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung und Co. erlauben. Suchseiten wie Mietwagen-Check, Check24 oder billiger-mietwagen.de erlauben das. Angebote von Sunny Cars oder Tui listen dagegen laut Stiftung Warentest ohnehin nur Angebote, die Mindestkriterien in Sachen Versicherung, Tankregeln und Stornierung erfüllen.

Versicherung: Selbstbeteiligung ist keine gute Idee

Hier lohnt sich Sparen nicht. Die Warentester sind da eindeutig in ihrem Urteil: „Schließen Sie nur Verträge mit einer Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung ab.“ So sind auch alle selbstverantworteten Schäden am Auto abgesichert. Wichtig hier: Es gibt zwei Möglichkeiten.

  • Vermittler erstattet Selbstbeteiligung: In diesem Fall strecken Mieter die Selbstbeteiligung vor und erhalten sie später vom Vermittlungsportal oder dessen Versicherung erstattet. Wer früh in den Mietbedingungen recherchiert, was für Nachweise in diesem Fall nötig sind, erspart sich Ärger.

  • Keine Zahlung: Diese Variante schließt tatsächlich einen Eigenanteil aus. Es sei denn, man verstößt gegen die Vertragsbedingungen. 

Achtung, Falle: die Versicherung deckt längst nicht alles ab

Was viele nicht wissen: Die Vollkaskoversicherung hat Lücken und deckt in der Regel Schäden an Scheiben, Reifen oder Unterboden nicht ab. Auch das Dach kann von der Versicherung ausgeschlossen sein. Wird eine Zusatzversicherung dafür angeboten, ist das keine Geldschneiderei. Die Warentester raten ausdrücklich, diese Teile separat zu versichern.

Hier lohnen die Schutzpakete, die von den Vermittlungsportalen angeboten werden. Oder man schließt per Filter gleich Angebote aus, in denen diese Fahrzeugteile nicht versichert sind. Tui und Sunny Cars listen solche Angebote erst gar nicht.

Die Sache mit der Haftpflichtversicherung

Andere Länder, andere Sitten – und auch andere Deckungssummen. In einigen Ländern sind die Mindestdeckungssummen für Kfz-Haftpflichtversicherungen niedrig. Die gesetzlich vorgeschriebenen 1,12 Millionen Euro pro Unfall auf Zypern sind bei einem Personenschaden schnell erreicht. Wer im Schadensfall nicht schlimmstenfalls aus eigener Tasche zuzahlen will, hat zwei Möglichkeiten:

  • Hohe Deckungssumme wählen: Vergleichen Sie die Angebote mit Blick auf die Deckungssumme. Je höher, desto besser. 

  • Die eigene Kfz-Versicherung prüfen: Das Zauberwort heißt „Mallorca-Police“. Diese Vereinbarung gibt es in etlichen Kfz-Versicherungen und sie stockt die Deckungssummen von Mietwagen auf, zum Teil auf das Niveau der heimischen Versicherungspolice. Achtung: Die Mallorca-Police gilt nur innerhalb Europas.

Mietwagenkaution: Debit und Credit – schauen Sie hin

Zum Abholen des Mietwagens braucht es die Bescheinigung vom Portal, die Fahrerlaubnis und in der Regel eine Kreditkarte. Die muss laut Stiftung Warentest auf den Namen des Hauptfahrers ausgestellt sein. Hier kann eine echte Kreditkarte nötig sein, also keine Debitkarte. Welche Karte man hat, erkennt man am Aufdruck (Debit oder Credit). Das gilt in der Regel auch, wenn man die Buchung zu Hause noch mit der Debitkarte abwickeln kann – lesen Sie das Kleingedruckte. Das kann Frust und Kosten bei der Abholung vermeiden.

Eine Faustregel: Wird direkt vom Konto abgebucht, ist es eine Debitkarte. Bezahlt man die Beträge von der Kreditkarte monatlich, sollte es eine echte Kreditkarte sein. Im Zweifel bei der Bank nachfragen.

Die Kaution für den Mietwagen – gern mal mehr als 1.000 Euro – wird für die Mietdauer auf der Kreditkarte geblockt. Bei reinen Debitkarten kann das Probleme geben. Wer keine echte Kreditkarte hat, sollte deswegen die Filtermöglichkeiten nutzen und nach Angeboten suchen, die ohne Kreditkarte buchbar sind. Meistens sind die aber teurer.

Dokumentieren Sie den Zustand des Mietwagens

Eigentlich selbstverständlich, geht aber in der Eile gern mal unter: die gründliche Untersuchung des Mietwagens auf Vorschäden. Stiftung Warentest rät: „Machen Sie sich die Mühe und lassen Sie Schäden in die Autoskizze des Übergabeprotokolls einzeichnen und auch bestätigen.“ Das schützt später vor Ärger und Kosten. Fotos vom Zustand des Wagens bei der Übergabe und Detailbilder von Vorschäden helfen ebenfalls.

Dasselbe gilt für die Rückgabe nach dem hoffentlich schönen Urlaub. Bestehen Sie auf einem Rückgabeprotokoll, auch wenn das oft in der Eile vergessen wird. Fotos des Fahrzeugs von innen und außen sind zusätzliche Helfer im Streitfall. So können Sie belegen, dass der Wagen ohne Schaden abgegeben wurde.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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