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Startseite»Politik»IW Köln: Mieten in Deutschland deutlich gestiegen
Politik

IW Köln: Mieten in Deutschland deutlich gestiegen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.07.2026 • 11:54 Uhr

Die Mieten in Deutschland sind laut dem Insitut der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich teurer geworden. Dabei gibt es große regionale Unterschiede auf dem Wohnungsmarkt.

Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sind die Mietpreise in Deutschland zuletzt deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten lagen im zweiten Quartal bundesweit vier Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Besonders stark stiegen sie in Großstädten außerhalb der größten Metropolen. Dort lag der Zuwachs bei 4,9 Prozent. In den sieben größten Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf fiel das Plus mit 2,9 Prozent geringer aus.

Doch auch zwischen diesen Städten gab es dem IW zufolge erhebliche Differenzen. In Köln kletterten die Angebotsmieten um 7,9 Prozent, in Hamburg um 5,5 Prozent. Deutlich geringer fielen die Steigerungen in Stuttgart mit 0,9 Prozent und Berlin mit einem Prozent aus.

Weniger Mietwohnungen auf dem Markt

Den Experten zufolge ist vielerorts das Mietangebot deutlich geschrumpft. Die Zahl der Inserate liegt demnach knapp zwölf Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022. Diesbezüglich stechen die Großstädte ebenfalls heraus: In Hamburg wurde das Mietangebot mehr als halbiert, in Frankfurt am Main gibt es 43 Prozent weniger Inserate.

IW-Immobilienökonom Pekka Sagner sieht dafür vor allem einen wesentlichen Grund: Viele Menschen verblieben in Wohnungen, die nicht zu ihrer Lebenssituation passten und zu groß oder zu klein seien, weil sie ihre günstigen Mieten nicht aufgeben wollten.

Andere Bedingungen für Eigentumsimmobilien

Anders sieht die Lage auf dem Kaufmarkt aus. Die Preise stiegen laut Auswertung nur moderat. Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich bundesweit jeweils um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Auch hier sind die regionalen Unterschiede groß. In Dortmund zogen die Preise um fünf Prozent an, in München hingegen gingen sie um 1,9 Prozent zurück.

Zudem ist das Angebot auf dem Kaufmarkt laut IW vergleichsweise groß. Es stünden bundesweit fast doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser zum Verkauf als Anfang 2022.

Das liege allerdings an den höheren Finanzierungskosten, an denen mehr Kaufwillige als vorher scheiterten. „Wer mieten will, trifft auf knappes Angebot und steigende Preise – wer kaufen will, scheitert oft an der Finanzierung“, erklärte das IW.

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