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Startseite»Politik»Sechs Tote in Stade: Haftbefehl gegen Verdächtigen in der Türkei
Politik

Sechs Tote in Stade: Haftbefehl gegen Verdächtigen in der Türkei

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.07.2026 16:01 Uhr

Gegen den Verdächtigen, der in Stade sechs Menschen erschossen haben soll, liegt laut Staatsanwaltschaft in der Türkei ein Haftbefehl vor. Er soll zudem keinen Aufenthaltstitel in Deutschland haben.

Der 45-jährige Verdächtige besitze ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit, teilte die Staatsanwaltschaft Stade dem NDR Niedersachsen mit. Dass gegen den Mann ein nationaler Haftbefehl in der Türkei vorliegt, wurde den Angaben zufolge erst jetzt bekannt, weil es keine internationale Ausschreibung gibt. Zu den konkreten Hintergründen des Haftbefehls äußerte sich die Staatsanwaltschaft nicht.

CDU Niedersachsen fordert mehr Informationen – und stellt Kleine Anfrage

Melanie Reinecke (CDU), Landtagsabgeordnete und stellvertretende Bürgermeisterin von Stade, beklagt, dass es zu viele Gerüchte rund um die Tat gebe. Sie habe Sorge, dass rechtsextreme Kreise diese für ihre populistische Meinungsmache ausnutzten, sagte sie dem NDR Niedersachsen. Zwar könnten veröffentlichte Ermittlungsergebnisse ebenfalls missbraucht werden – die Gefahr, die von den Spekulationen ausgehe, sei aber deutlich größer, so Reinecke. Die niedersächsische CDU fordert, dass mehr Hintergründe und Details zu dem Fall mit der Öffentlichkeit geteilt werden – und hat eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

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Mann soll sechs Menschen getötet haben

Der 45 Jahre alte Verdächtige soll am 29. Juni in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade auf sechs Menschen geschossen und sie so getötet haben. Drei der Opfer arbeiteten in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade, drei weitere waren Mitarbeitende des Jugendamts der Region Hannover. Der Verdächtige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Fall hat bundesweit für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im sozialen Bereich ausgelöst.

Spurensicherung in Stade. Hier sind tödliche Schüsse in einer Jugendeinrichtung gefallen. Sechs Menschen starben.

Ein Mann soll sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung getötet haben. Der Fall ist komplex – hier finden Sie eine Einordnung.

Blumen und Kerzen liegen und stehen vor dem Gebäude einer Jugendeinrichtung.

Vor der Gewalttat in Stade war die Tochter des Verdächtigen laut NDR Recherchen im Krankenhaus. Ärzte vermuteten ein Schütteltrauma.

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Dr. Heinrich Krämer
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