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Startseite»Nachrichten»Mutter verliert die Fassung: Gericht spricht Busfahrer nach tödlichem Unfall mit Schüler frei
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Mutter verliert die Fassung: Gericht spricht Busfahrer nach tödlichem Unfall mit Schüler frei

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Mutter verliert die FassungGericht spricht Busfahrer nach tödlichem Unfall mit Schüler frei

Einsatzkräfte stehen im Stadtteil Neuallermöhe an der Unfallstelle. (Foto: dpa)

Im Februar 2024 überrollt ein Linienbus an einer Haltestelle in Hamburg einen neun Jahre alten Jungen. Der Fahrer war vier Kilometer pro Stunde schneller als erlaubt. Ein Gericht entscheidet nun, dass ihn keine Schuld am Tod des Neunjährigen trifft.

Nahezu zweieinhalb Jahre nach einem Busunfall in Hamburg, bei dem ein neun Jahre alter Schuljunge getötet wurde, ist der Fahrer in einem Prozess freigesprochen worden. Das Amtsgericht Hamburg-Bergedorf argumentierte, der 71 Jahre alte Angeklagte habe den Unfall nicht verhindern können, teilte das Gericht mit. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig.

Begonnen hatte das Verfahren Anfang des Monats. Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann wegen fahrlässiger Tötung an. Er sei zu schnell gefahren und habe das Kind nicht ausreichend beachtet. Der Fahrer hätte zudem ein Warnsignal abgegeben müssen, bevor er in die Haltestelle eingefahren sei.

Im Plädoyer beantragte die Staatsanwaltschaft davon abweichend, den Angeklagten freizusprechen. Die Anklagebehörde sei letztlich der Argumentation eines Sachverständigen gefolgt, sagte ein Gerichtssprecher. Auch die Verteidigung sprach sich für einen Freispruch aus. Die Nebenklage forderte hingegen ein Jahr Haft auf Bewährung.

Mutter schreit Staatsanwältin an

Das Kind sei erkennbar mit seinem Handy beschäftigt gewesen und habe sich dem Bus genähert, ohne dabei aufzusehen. Aus unklarer Ursache habe sich der Neunjährige nach vorn gebeugt und sei auf die Fahrbahn gestürzt. Dort geriet er zwischen Bus und Bordsteinkante und wurde vom Bus überrollt. Das Kind erlitt tödliche Verletzungen.

Das Gericht teilte mit, selbst wenn der Fahrer 30 statt 34 Kilometer pro Stunde gefahren wäre, hätte er nicht rechtzeitig bremsen können. Zudem sei es technisch nicht möglich gewesen, mit dem Gelenkbus dem Kind auszuweichen.

Der NDR berichtete, die Mutter des Jungen habe die Fassung verloren, als die Richterin den Freispruch verkündet habe. Die Nebenklägerin habe die Staatsanwältin angeschrien und versucht, den Busfahrer anzugehen.

Quelle: ntv.de, toh/dpa

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