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Gouverneur ruft zur Flucht auf: Ukraine meldet 30 Tote bei schwerem russischem Angriff auf Bus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Gouverneur ruft zur Flucht aufUkraine meldet 30 Tote bei schwerem russischem Angriff auf Bus

Militärgouverneur Wadym Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. „Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden“, sagte er. (Foto: Telegram/Wadym Filaschkin)

Die Stadt Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung. Jetzt wird sie offenbar Ziel einer russischen Attacke mit vielen Toten und Verletzten. Trotz der Evakuierungsappelle bleiben viele Bewohner.

Russlands Militär hat bei einem schweren Angriff auf Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen in einem Bus getötet. Es gebe zudem 18 Verletzte, teilte der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit. Von unabhängiger Seite sind die Angaben unmittelbar nicht überprüfbar. Zuvor war von einem Dutzend Toten und 14 Verletzten die Rede gewesen.

Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. „Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden“, sagte er. „Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben.“ Filaschkin rief die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen.

Angesichts der „drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage“ wies er die städtischen Militärverwaltungen von Kramatorsk und Slowjansk an, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Das Leben von Fahrgästen und Fahrern dürfe nicht gefährdet werden. Trotz der Evakuierungsappelle weigern sich immer wieder viele Bewohnerinnen und Bewohner, ihr Hab und Gut zurückzulassen.

„Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann“, sagte Filaschkin. „Russland missachtet bewusst alle denkbaren Regeln der Kriegsführung und die Normen des humanitären Völkerrechts. Es wählt Ziele dort aus, wo es der Zivilbevölkerung den größten Schaden zufügen kann.“

Kramatorsk ist neben Slowjansk die letzte von der Ukraine kontrollierte Großstadt in der Region Donezk im Osten des Landes. Die Stadt, in der vor Beginn des russischen Angriffskriegs 150.000 Menschen lebten, ist für die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an der Front von großer Bedeutung.

Quelle: ntv.de, are/dpa/AFP

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