Es sind die ersten Gespräche auf dieser Ebene seit langem: Die Außenminister der USA und Russlands, Rubio und Lawrow, haben sich persönlich getroffen. Was daraus folgen kann, ist jedoch völlig unklar.
US-Außenminister Marco Rubio ist in Manila mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammengekommen. Die Begegnung fand am Rande eines Treffens der südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN) in der philippinischen Hauptstadt statt. Das Gespräch habe mehr als eineinhalb Stunden gedauert, meldete die staatlich kontrollierte russische Nachrichtenagentur Tass.
Thema sei die Ukraine gewesen, berichtete die staatlich kontrollierte russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Außenministerium in Moskau. Lawrow habe Russlands Bereitschaft zu einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts in der Ukraine bekräftigt. Außerdem sei es um die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA gegangen.
Putin beharrt bislang auf kompletter Donbass-Kontrolle
Russland Präsident Wladimir Putin hat bisher jedoch jede friedliche Lösung und den Weg zu möglichen Friedensgesprächen abgelehnt. Auch ein Angebot aus Kiew zu einem direkten Gespräch Putins mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurde zurückgewiesen. Moskau beharrt stattdessen auf seinen Maximalforderungen, zu denen unter anderem die komplette Kontrolle über den Donbass gehört.
Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump ukrainische Angriffe auf Energie-Infrastruktur tief auf russischem Gebiet befürwortet, weil dies dazu beitragen könne, „dass es (der Krieg) zu einem Ende kommt“. Moskau wiederum hatte die US-Angriffe auf Iran verurteilt.
Vor diesem Hintergrund ist unklar, inwieweit die Gespräche in Manila zu einer möglichen Friedenslösung in der Ukraine beitragen können. Die russischen Angriffe im Krieg gegen die Ukraine laufen seit Wochen unvermindert weiter – mit zahlreichen Toten und Verletzten.
