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Startseite»Nachrichten»„Bemerkenswerte Fortschritte“: In der EU sind so viele Zuwanderer berufstätig wie noch nie
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„Bemerkenswerte Fortschritte“: In der EU sind so viele Zuwanderer berufstätig wie noch nie

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 23, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Bemerkenswerte Fortschritte“In der EU sind so viele Zuwanderer berufstätig wie noch nie

Die Beschäftigungsquote von Einheimischen und Ausländern unterscheidet sich nur geringfügig. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Seit Jahren steigt der Anteil der Zuwanderer in der Europäischen Union, die einer Beschäftigung nachgehen. Besonders bei Menschen aus Nicht-EU-Ländern wird ein starker Anstieg verzeichnet. Es gibt aber auch Gruppen mit Nachholbedarf.

In der Europäischen Union sind einer Studie zufolge mehr Zuwanderer als je zuvor berufstätig. Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der erwerbstätigen Migranten von 67,8 auf 68,2 Prozent, wie die Rockwool Foundation Berlin (RFBerlin) mitteilte. Demnach erreichte die Beschäftigungsquote ein Rekordhoch und setzte den stetigen Aufwärtstrend der Vorjahre fort.

Den größten Zuwachs verzeichneten Migranten aus Nicht-EU-Ländern: Deren Beschäftigungsquote stieg seit 2017 von 59,4 auf nunmehr 66 Prozent. Die Erwerbsquote unter EU-Zuwanderern legte von 71,1 auf 74,8 Prozent zu, während die der einheimischen Bevölkerung von 67,2 auf 71,6 Prozent kletterte.

„Der Anteil der Zuwanderer in Beschäftigung steigt seit vielen Jahren, und die Zahlen liegen nahe an denen der einheimischen Bevölkerung“, sagte Tommaso Frattini, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Mailand. Dennoch bleibe erhebliches Arbeitsmarktpotenzial ungenutzt, insbesondere bei Frauen aus Nicht-EU-Ländern und Hochqualifizierten.

Der Studie zufolge bestehen erhebliche Unterschiede je nach Herkunftsregion der Zuwanderer und Aufnahmeländern. In weiten Teilen Europas weisen Migranten, die in anderen EU-Mitgliedstaaten geboren wurden, Beschäftigungsquoten auf, die denen der einheimischen Bevölkerung entsprechen oder diese sogar übersteigen. Die von Zuwanderern aus Nicht-EU-Ländern variieren hingegen von Land zu Land deutlich stärker. Sie sind besonders hoch in Malta (83,7 Prozent), Tschechien (77,3 Prozent) und Irland (76,1 Prozent). Am niedrigsten sind sie in Belgien (58,5 Prozent) und Finnland (58,6 Prozent).

In Deutschland liegt die Beschäftigungsquote von Nicht-EU-Zuwanderern den Angaben zufolge bei 66,1 Prozent (Einheimische: 79,6 Prozent, EU-Zuwanderer: 78,6 Prozent). In Österreich beträgt sie 65,4 Prozent (Einheimische: 76,1 Prozent, EU-Zuwanderer: 76,0 Prozent).

Nachholbedarf bei Frauen mit Nicht-EU-Herkunft

Die verbleibende Beschäftigungslücke konzentriert sich zunehmend auf bestimmte Gruppen und nicht mehr auf Einwanderer insgesamt, hieß es. Eine Lücke besteht beispielsweise bei Frauen mit Nicht-EU-Herkunft. Deren Beschäftigungsquote bleibt deutlich hinter der von im Inland geborenen Frauen und der von Frauen aus anderen EU-Ländern zurück. Hochqualifizierte Zuwanderer aus Nicht-EU-Ländern finden der Analyse zufolge in weiten Teilen Europas deutlich seltener eine Beschäftigung als Einheimische mit gleichem Bildungsniveau.

„Europa hat bemerkenswerte Fortschritte bei der Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt erzielt“, sagte Christian Dustmann, Direktor von RFBerlin. „Die Herausforderung besteht heute nicht mehr darin, Zuwanderer einfach nur in Arbeit zu bringen.“ Vielmehr müsse sichergestellt werden, dass ihre Qualifikationen voll ausgeschöpft werden. Eine bessere Anerkennung ausländischer Qualifikationen, der Abbau unnötiger Zertifizierungshürden und eine höhere Erwerbsbeteiligung von Nicht-EU-Frauen könnten dazu beitragen, den Arbeitskräftemangel zu lindern.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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